Der BMI (Body Mass Index)
Zur medizinischen, das heißt gesundheitlichen Beurteilung des Gewichts hat sich in seriösen Kreisen das Schema des Body Mass Index durchgesetzt.
Erfunden wurde der
BMI vom Mathematiker Adolphe Quetelet. Dass die Formel des BMI durch die Welt geht, ist vor allem amerikanischen Lebensversicherern zu verdanken, um Gewissheit darüber zu haben, ob jemand von Übergewicht betroffen ist oder nicht. Schon damals erkannte man die Aussagekraft des BMI und auf dessen Grundlage wurden schon damals Aufnahmen zu einer Lebensversicherung entschieden.
Abhängig von der Körpergröße werden beim BMI Gewichtsspannen angegeben, die Raum lassen für die individuelle Statur jedes einzelnen und auch für sehr große und sehr kleine Menschen verlässliche Aussagen liefern. So wird der Body Maßindex berechnet, der auch die Grundlage der
BMI-Rechner im Internet oder diversen Zeitschriften bildet:
Körpergewicht in Kilo geteilt durch Körpergröße in Meter im Quadrat. Eine 1,70 m große Frau, die 65 kg wiegt, hat einen BMI von 22,5 (65 geteilt durch 1,70 ² = 22,5).
Das jeweilige Ergebnis lässt sich nun mit den Richtwerten für den BMI vergleichen. Diese sehen wie folgt aus:
BMI unter 19: Untergewicht. Zunehmen ist sinnvoll.
BMI 19-24,9: Normalgewicht. Aus gesundheitlicher Sicht besteht kein Grund zum Abnehmen.
BMI 25-29,9: leichtes Übergewicht. Gewichtsabnahme ist sinnvoll, wenn gleichzeitig Rückenbeschwerden, erhöhter Cholesterin- oder Harnsäurespiegel, Bluthochdruck oder Diabetes vorliegen.
Bitte vergessen: das so genannte Idealgewicht!
Das so genannte Idealgewicht, Körpergröße in Zentimetern -100, -10% für Männer und 15% für Frauen, setzt ein zweifelhaftes Ideal, das medizinisch nicht zu begründen ist, von den wenigsten erreicht wird und Essprobleme fördern kann. Es hat nichts mit der Berechnung des
BMI zu tun. Wie aber kann man nun, wenn man beispielsweise im Bereich "leichtes Übergewicht" beziehungsweise auch im Bereich " Übergewicht " liegt, sinnvoll abnehmen?
10 Kilo abnehmen in 10 Tagen- ohne zu hungern? Schlank werden allein durch Elektromassage, Schwitzgürtel, Spezialcremes oder angeblich völlig neuartige Wundermittel oder Kautabletten? Ständig erscheinen neue Diätbücher und einzigartige Wundermittel auf dem Markt. Doch was so verführerisch klingt, entpuppt sich bei näherem Hinsehen und beim Ausprobieren als wenig hilfreich, nicht selten als gesundheitsschädlich.
Gesund essen mit der Ernährungspyramide
Die von der US-Gesundheitsbehörde entwickelte Pyramide zeigt auf einen Blick, wie gesunde Wohlfühlernährung aussehen soll, die auch dem Gewicht hilft.
Wir beginnen von unten und bauen die Pyramide nach oben hin weiter auf. Die Basis der Pyramide bilden Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis, Müslis, Getreideprodukte und Hülsenfrüchte. Die Stärke-Kohlenhydrate dieser Produkte halten lange satt. Heißhunger, Leistungs- und Stimmungstiefs werden vermieden.
Die nächste Stufe der Pyramide bilden frische Früchte, Gemüse, Salate und Kräuter. In diesen Produkten sind viele Vitamine und Mineralstoffe sowie gesundheitsfördernde sekundäre Pflanzenstoffe enthalten. Diese stärken das Immunsystem und schützen vor Krankheiten.
Fleisch, Fisch, Geflügel, Milch, Eier und Käse bilden die dritte Stufe der Ernährungs- Pyramide. Sie ergänzen in kleinen Mengen den Speiseplan. Für Fleisch-Fans gilt: Nicht immer öfter, sondern öfter mal was Gutes. Das heißt: beim Einkauf auf Spitzenqualität achten und auf kleinere Portionen umsteigen. Ein bis zwei Portionen Seefisch wöchentlich versorgen den Körper mit lebenswichtigem Jod. Bei Milch und Milchprodukten auf einen niedrigen Fettgehalt achten.
Die letzte Stufe, also die Spitze der Pyramide bilden Produkte, die zum Verfeinern und als Genussmittel gedacht sind. Hierzu zählen Fette, Öle und Süßigkeiten. Diese sind auch in einer Diät nicht verboten, aber mit Bedacht zu genießen. Allzu viel Zucker ist fitnessfeindlich, in kleinen Genießermengen und als Gewürz jedoch vertretbar. Außerdem vermeidet man durch den Genuss bedachter Mengen mit der Zeit auftretende Heißhungerattacken.
Tricks zum Durchhalten:- Langsam und genussvoll essen. Ablenkungen wie Fernsehen oder Lesen beim Essen vermeiden.
- Nur essen, wenn wirklich ein Hungergefühl vorhanden ist. Mit dem Essen aufhören wenn ein Sättigungsgefühl eintritt.
- Bewusst eher kleine Portionen auf den Teller füllen. Ist dieser aufgegessen, circa 15-20 Minuten warten und dann nachspüren, ob wirklich noch ein Hungergefühl besteht.
- Vor der Einnahme der Mahlzeiten ein Glas Wasser trinken. Dies führt zu einem leicht früheren Sättigungseffekt. Ein kleiner Salat als Vorspeise bewirkt in etwa das Gleiche.
- Mahlzeiten im Sitzen einnehmen, nicht im Stehen oder Gehen essen.
- Nicht mit leerem Magen einkaufen gehen, das führt zu unkontrollierten Spontankäufen.
- Keine Lebensmittel sichtbar herumstehen lassen, dies gilt insbesondere für Süßwaren.
- Einseitige Blitz- und Extremdiäten vermeiden. Die anschließende erneute Gewichtszunahme wäre vorprogrammiert.
- Ein erfüllendes Hobby suchen, welches Freude und Zufriedenheit gibt.
- Wenn Besonderheiten, wie beispielsweise Feste oder Familienfeiern anstehen, sollte in den umliegenden Tagen das Essverhalten angepasst sein, so dass zum Fest auf nichts verzichtet werden muss.
Für eine Gewichtsabnahme ist es wichtig, Methoden zu finden, die kontinuierlich eingehalten werden können. Dabei gilt es besonders auf versteckte Fette und übermäßige Kohlenhydrate in Form von Zucker zu achten. Süßwaren, auf denen keine Nährwerttabelle verzeichnet ist, sollten grundsätzlich gemieden werden. Viele Süßigkeiten enthalten neben den Kohlenhydraten in Form von Zucker, versteckte Fette, die oft den größten schädigenden und gewichtserhöhenden Anteil ausmachen. Eine ärztliche Begleitung oder Beratung ist für eine gesunde Diät zusätzlich zu empfehlen.