Von unterwegs auf das Internet via UMTS oder HSDPA mobil zugreifen zu können, ist inzwischen nichts Besonderes mehr. Meistens kommt dabei GPRS oder UMTS zum Einsatz. Für die meisten Anwendungen reicht die von diesen beiden Standards gebotene Übertragungsgeschwindigkeit auch vollkommen aus. Wie sieht es aber beispielsweise mit Videos in HD-Qualität oder hochqualitativen Musikstreams aus? Bislang ist das auf dem Handy noch nicht sinnvoll realisierbar. Demnächst könnte sich jedoch LTE dieser Problematik annehmen und sie sogar aus dem Weg räumen.
Was ist LTE?
LTE ist der vierte Standard der mobilen Datenübertragung. Aus diesem Grund trägt es auch den Namen 4G, was die Weiterentwicklung zu 3G (UMTS) und 2G (GPRS) verdeutlicht. Für den Endkunden ändert sich an der Nutzung des Internets gar nichts. Der einzige Unterschied, den er bemerken wird, ist die drastisch erhöhte Geschwindigkeit. Während bei UMTS mit HSDPA noch maximal 7,2 Mbit/s herausgeholt werden können, kann ein LTE Stick bislang bis zu 300 Mbit/s und mehr bereitstellen – unter Laborbedingungen. Wie viel davon in der Praxis wirklich beim Kunden ankommt, ist noch unsicher, da entsprechende Tarife und auch die Hardware schlicht noch nicht verfügbar sind.
Die Deutsche Telekom erprobt seit Ende August 2010 ein LTE-Netz in einer mittelgroßen Stadt in Brandenburg. Verläuft alles wie geplant, steht einem vollständigen Netzausbau nichts mehr im Wege. Das haben auch die Konkurrenten in Form von Vodafone & Co. realisiert: Im Laufe des Jahres 2011 will man den Netzausbau in der Bundesrepublik rasant vorantreiben. Bis 2012 dürfte also mit einem mehr oder weniger flächendeckenden Netz zu rechnen sein, wobei Ballungszentren wie immer bevorzugt behandelt werden. Auch die bislang unterversorgten ländlichen Gegenden möchte man jedoch stärker als bisher in das Netz der mobilen Datenübertragung einbeziehen.
Angesichts der gebotenen Übertragungsraten werden natürlich Stimmen laut, die den praktischen Nutzen der Technologie in Frage stellen. „Wer braucht schon so viel Geschwindigkeit unterwegs?" Doch genauso haben Anwender auch zu Beginn von UMTS argumentiert. Es ist inzwischen gar nicht mehr so abwegig, dermaßen hohe Geschwindigkeiten zu benötigen. Die erwähnten HD-Streams von Bild und Ton beispielsweise sind ein ideales Einsatzgebiet der Datenübertragung durch LTE.
Außerdem wäre da noch die einfache Nutzung für Notebooks zu nennen: Sobald man den LTE Stick in den USB-Port gesteckt hat, kann es auch schon losgehen. Alle wichtigen Daten sind auf dem Stick vermerkt, so dass man sich um nichts kümmern muss. Gerade für kleinere Dörfer und Stadtteile, die aus unerfindlichen Gründen keinen Zugang zu schnellerem Internet haben, kommt LTE in Form eines Sticks daher wie gerufen. Weiterführende Information zu LTE-Endgeräten finden Sie auf ltestick.net