Reifenpannen sind aufgrund der sich weiterentwickelnden Reifentechnologie in den letzten zwei Jahrzehnten immer seltener geworden. Da fragt man sich manch ein Autofahrer, ob es wirklich noch Sinn macht, die ganze Zeit ein Reserverad im Kofferraum dabei zu haben. Denn dieses braucht viel Platz und das zusätzliche Gewicht kostet im Laufe eines Autolebens sicherlich so manchen Liter Treibstoff. Diese Frage hat sich auch die Fahrzeug- und Reifenindustrie gestellt und sich seit geraumer Zeit auf die Suche nach Lösungen für dieses Problem gemacht.
Diese sind sehr vielfältig und reichen von den sehr viel leichteren Noträdern bis hin zu Pannensets, mit denen im Falle einer Panne der Reifen wieder repariert werden kann. Besondere Aufmerksamkeit wird seit einiger Zeit neuen Reifensystemen geschenkt, die bei einer Panne trotz Luftverlust ihre Form kaum verändern und deshalb noch bis zu 80 km weit gefahren werden können. Diese auch als Runflat bezeichnete neue Reifentechnologie ist inzwischen soweit ausgereift, dass man bei einer Reifenpanne tatsächlich nur bei sehr genauem Hinsehen bemerkt, dass man mit einem Reifen ohne Luftdruck fährt. Da dies mit gewissen Sicherheitsrisiken einhergeht, hat der Gesetzgeber vorgeschrieben, dass mit Reifen mit Notlaufeigenschaften nur mit bis zu 80 km/h schnell gefahren werden darf. Zudem muss im Auto ein automatisches Reifendruck-Kontrolsystem installiert sein.
Durch die steiferen Flanken sind Runflat Reifen aufgrund des schlechteren Abrollverhalten unkomfortabler beim Fahren. Hinzu kommt, dass diese Reifen deutlich teurer sind. Die ersten Reifengenerationen waren vor allem für Sportwagen konzipiert (z.B.
Sommerreifen 205/55 R16). Mitlerweile gibt es diese Reifen aber für eine sehr breite Palette an Reifengrößen.
Autor: Markus Boos