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Weinkultur in Deutschland

Autor: Rietsch | Erstellt am: 08.03.2011 | Gelesen: 843
Kategorie: Essen - Trinken & Rezepte | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Von der Entstehung bis zur Blütezeit des Anbaus

Malerische Weinanbaugebiete prägen so manche deutsche Region.
Malerische Weinanbaugebiete prägen so manche deutsche Region.
Ursprünglich begann die deutsche Weinkultur bereits vor über 2000 Jahren. Nach der Unterwerfung Galliens durch Julius Cäsar (58-51 v. Chr.) gelangte der Weinbau durch die Römer von Frankreich in das damalige Germanien. Die ersten Weinanbaugebiete entstanden in Regionen an Flüssen wie um den Rhein, die Mosel und die Donau.

Entscheidend weiterentwickelt wurde der Weinbau etwa im Jahr 800 nach Christus unter Kaiser Karl dem Großen. Der Herrscher lies dichte Wälder roden und mit Weinstöcken aus Italien, Spanien und Ungarn bepflanzen. Auch die Klöster sorgten in der folgenden Zeit für eine weitere Kultivierung des Weinbaus. Sie kümmerten sich um professionelle Methoden bei der Auswahl der Rebsorten und eine Weiterentwicklung der Anbau-Techniken.

Aufschwung im 18. Jahrhundert

Zu Beginn des 15. Jahrhunderts begann die erste Blütezeit des Weinanbaus in Deutschland. Im Gegensatz zu heute war die Rebfläche zu dieser Zeit mit rund 400.000 Hektar bereits viermal so groß wie heutzutage.

Während der Zeit des Dreißigjährigen Krieges wurden viele der bestehenden Anbaugebiete völlig zerstört. Es dauerte bis ins 18. Jahrhundert, bis es einen neuen Aufschwung beim Weinbau in Deutschland gab. Vorreiter waren auch hier wieder die Klöster, die ihre Jahrhunderte alten Erfahrungen an die Winzer nach und nach weitergaben. Erste Winzergenossenschaften taten sich aber Ende des 19. Jahrhunderts zusammen.

Weinanbau heute

Heute gibt es in Deutschland 13 Weinanbaugebiete mit etwa 80.000 Winzern. Die größten Anbaugebiete findet man im Südwesten und Süden des Landes, vor allem in den Tälern von Rhein, Mosel und deren Nebenflüssen sowie im östlichen Sachsen und an Saale und Unstrut. Deutschland gehört damit zu den nördlichsten Weinanbaugebieten der Welt.

Bei kühlem Klima und trotzdem reichlicher Sonneneinstrahlung entstehen auf den mineralischen Böden meist fruchtige, spritzige Weißweine. Rotweinsorten sind immerhin zu etwa einem Drittel vertreten. Mit über 140 Rebsorten dominieren Riesling, Müller-Thurgau, Dornfelder, Spätburgunder und Silvaner. Sie umfassen das gesamte Geschmackssortiment von edelsüß bis trocken.

Vier Qualitätsstufen bezeichnen den Prädikatswein, Qualitätswein mit Anbaugebiet (Q.b.A), Landwein und Tafelwein. Eine weitere Unterteilung erfolgt durch die Prädikate Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese und Eiswein. In den letzten Jahren tritt auch immer mehr der Anbau von Biowein in Erscheinung. Die Weine werden dabei ausschließlich mit Trauben aus kontrolliert ökologischen Anbau erzeugt.

Verfasser: Claudia Rietsch
 
 
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