Einen alten Wein zu genießen, das ist wie körperliche Liebe zu einer alten Dame.
Wichtig bei der Lagerung ist vor allem Herkunft und Rebsorte. Unkomplizierte sollte jung getrunken werden. Die Lagerung ist am besten bei 12 bis 15 Grad und im Dunkeln. Beeren- und Trockenbeerenauslesen lassen sich unter den deutschen Vertretern am besten lagern.
Eines der interessantesten Themen wenn man von Weinen spricht ist die Frage der Alterung. Dabei ist die Frage, ab wann und bei welcher Lagerung der Wein die perfekte Trinkreife besitzt, ab wann er also von seinem Alter profitiert hat. Dabei ist direkt zu Beginn zu beachten, dass nicht jeder Wein für das Altern bestimmt ist. Gerade einfache Weine werden meistens trinkreif verkauft und sollten daher auch möglichst schnell getrunken werden.
Die Art und Weise der Nachreife in der Flasche ist abhängig von vielen Faktoren. Diese sind auch in dieser Reihenfolge Herkunft, Rebsorte, Jahrgang und Ausbau. Ein Wein, der möglichst lange haltbar sein soll, muss die richtige Süße, Reife, einen hohen Extraktgehalt und eine hohe Säure aufweisen. Der Bordeaux ist einer der bekanntesten Weine, die im hohen Alter ihre volle Trinkreife erlangen.
Es gibt aber auch deutsche
Rotweine und
Weißweine, die bei der richtigen Lagerung Jahre nach dem Verkauf an Qualität hinzugewonnen haben. Diese Lagerung geschieht am besten bei 12 bis 15 Grad und dunkel. Gerade Weißweine reagieren auf Lichteinfall empfindlich. Wenn man sie nicht durchgehend ruhen lässt, sondern ab und an ein kleines bisschen bewegt, wird der Alterungs-Prozess zusätzlich beschleunigt.
Die seltenen Beeren- und Trockenbeerenauslesen können sowohl heute als auch in 100 Jahren gut getrunken werden.
Dessertweine und
Schaumweine weisen ein stabiles Gerüst aus Alkohol und Zucker auf, welches sie vor den Einflüssen der Lagerung schützt. Leider wird aber nicht jeder Wein 100 Jahre alt. So sollte man beispielsweise bei Weißweinen, abgesehen von den Rebsorten Riesling und Grauburgunder, von einer langen Lagerung absehen.
Alexander Meer