(Online-Artikel.de) - Weihnachten ist die Zeit der Geschenke und vor allem für die Kinder ein großes Fest. Doch wo kommen die Spielwaren eigentlich her?
Gerade jetzt, im Advent sind
Spielwaren ein großes Thema, denn Weihnachten hat insbesondere für Kinder etwas Magisches. Viele Erwachsene erinnern sich gerne an die Zeit zurück, in der sie noch an das Christkind geglaubt haben und in freudiger Erwartung, geduldig ausgeharrt haben, bis das erlösende Klingeln ertönt ist.
Auch für die Kinder heute ist Weihnachten, etwas ganz besonderes, was ihre Kindheit nachhaltig prägen wird. Schon Wochen vor der Bescherung werden Briefe ans Christkind geschrieben und ins Fenster gelegt. Neben utopischen Wünschen, wie Schlösser und Autos wünschen sich die meisten Kinder irgendwelche Spielwaren und das bedeutet für ihre Eltern stundenlange Jagd, mit hunderten von Gleichgesinnten in irgendwelchen Spielwarenläden. Neben dem Stress, dem sich die Eltern aussetzten müssen, wird oftmals auch ganz vergessen, woher die Spielswaren kommen.
Ein Großteil des Spielzeuges, welches in den Regalen unserer Läden nett drapiert, die Shoppingwütigen zum Kauf animieren soll, kommt aus China. Achtzig Prozent um genau zu sein. Wie und unter welchen Bedingungen die Spielwaren erzeugt wurden, ist in den meisten Fällen verheerend. Denkt man ein bisschen über den Preis nach, wird einem schnell klar wie hoch der Lohn einer Arbeiterin sein kann, die diese Produkte fertigt.
Da wäre zuerst der Preis für die Rohstoffe, dann der Preis für die Maschinen, die eingesetzt werden müssen, um das
Spielzeug überhaupt fertigen zu können und dann auch noch die Kosten, die für den langen Transport dazukommen. Man muss nicht Einstein sein um feststellen zu können, dass nach Abzug all dieser Kosten, für die Arbeiter nicht mehr viel übrig bleiben kann und so bleibt ihnen nichts anderes übrig, als für eben diesen Hungerlohn sechzig und mehr Stunden pro Woche zu arbeiten, um irgendwie ihren kärglichen Lebensstandard aufrecht erhalten zu können.
Entspricht dies noch dem Sinn von Weihnachten? Die einen haben ihre Freude, wofür andere Leiden müssen.
Ich denke es ist besser den Kindern nicht so große Mengen an Spielzeug zu schenken, dafür aber einige besondere, ausgewählte und unter fairen Bedingungen erzeugte Stücke unter den Baum zu legen. Die Freude der Kinder wird nicht minder sein.
Mario Hochreiter