Internationaler Wegweiser in Etelsen
Als Dichter möchte Roland Pöllnitz alias Rajymbek seine Gedanken den Menschen übermitteln. Als Poet und Mensch hat er viele Träume. Am liebsten würde er einmal ein Stadion füllen, um die Zuhörer mit seiner Poesie zu begeistern. Einen Traum hat er sich bereits jetzt erfüllt – einen internationalen Wegweiser.
Er ist bereits als Jugendlicher viel gereist, anfangs mit dem Fahrrad durch Deutschland und Polen, später mit der Eisenbahn nach Südosteuropa und die ehemalige Sowjetunion. Später erkundete er West- und Südeuropa, bevor er das erste Mal nach Zentralasien fuhr. Von dort brachte er auch sein erstes Buch mit: »Die Perle vom Tian Shan«. Nachdem er sich der Deutschen Zentrale für Globetrotter angeschlossen hatte, folgten Reisen nach Südostasien, auf die arabische Halbinsel und nach Afrika. Sein größtes Abenteuer jedoch war die gemeinsame Fahrt mit dem Sohn auf der Transsibirischen Eisenbahn. (»Der Schuh am Baikalsee«)
Von all seinen Fahrten hat Rajymbek Gedichte und Geschichten mitgebracht, die in seine Werke einflossen. Und er kann unentwegt erzählen über den Magie des Baikalsees, die Weiten Sibiriens, die Steppen der Mongolei, den Zauber Balis. Man glaubt, die Geschichten selbst seien eingeflossen in den Bau des internationalen Wegweisers, der nun am Ende des Kantweges in Etelsen-Giersberg steht. Mit Hilfe von Routenplanern und Kartwerken berechnete er die Entfernung der Orte. Der Kompass half, die Richtung zu bestimmen. Die Farben wurden mit Bedacht gewählt: gelb als die Farbe der Lichts und der Sonne und rot als die Farbe des Feuers, der Wärme und der Freude. Nur die Aufstellung konnte er nicht allein bewerkstelligen. Da half ihm sein Nachbar und Feuerwehrmann Martin Berger. Nun soll der neue Blickfang am Dichterhaus in Etelsen zur Rast einladen, zur inneren Einkehr und zum Träumen von der weiten Welt.