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Wege aus der Arbeitslosigkeit

Autor: Laura | Erstellt am: 13.08.2007 | Gelesen: 51906
Kategorie: Beruf - Bildung & Karriere | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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Eine Probezeit ist keine Einbahnstraße. Sie eignet sich für beide Seiten, um festzustellen, ob man füreinander geeignet ist. Wenn Sie sich an die Grundregeln halten, sollte es kein Problem sein, die ersten drei oder sechs Monate zu überstehen und vom neuen Arbeitgeber übernommen zu werden. Dieser hat neben den fachlichen Kompetenzen auch Ihre Persönlichkeit im kritischen Auge.

Gehen sie am Vorabend zeitig schlafen. Keinesfalls noch mal die Tassen hoch auf den neuen Job. Dicke Augen und eine Alkoholfahne ist der denkbar schlechteste Einstieg. Auch wenn die Lieblingsmannschaft den Pokal gewinnt: Verabschieden Sie sich und ab nach Hause. Checken Sie durch, ob Sie für den ersten Tag alles Notwenige parat haben. Sie können alles gebrauchen, nur keine Hektik Zeitfenster am frühen Morgen bei der Suche nach dem erforderlichen Material. Hektische Flecken und Schweißausbrüche sind vorprogrammiert. Legen Sie sich Ihre frischen Klamotten gebügelt raus, am besten auf einen Bügel gegen unschöne Knitter in Hemd und Hose. Und bitte saubere Schuhe dazu. Die Fahrtstrecke sind Sie bereits mehrfach abgefahren für mehr Sicherheit. Kalkulieren Sie einen Zeitpuffer ein. In der morgendlichen Rushhour kann es immer zu unliebsamen Verzögerungen kommen. Und Sie müssen wissen, wo Sie sicher einen Parkplatz bekommen, sonst frisst die Suche danach die Zeit und Ihr Nervenkostüm auf.

Nutzen Sie Bahn oder Bus, lieber einen früher nehmen. Denn schon am ersten Tag zu spät kommen, ist ebenfalls ein „no go". Das geht nicht. Pünktlich sein! Im Unternehmen angekommen stellen Sie sich schon beim Pförtner kurz und ohne Überheblichkeit vor, egal auf welcher Ebene Sie einsteigen! Sie beginnen grundsätzlich offen und freundlich, schauen die Menschen an, die Ihnen begegnen. Mit einem freundlichen Gruß, versteht sich. Sie müssen nicht jedem eine Kassette mit Lebenslauf ins Ohr drücken und wie glücklich Sie sind, hier arbeiten zu dürfen.
 
Arbeitslosigkeit

Am neuen Arbeitsplatz angekommen lassen Sie sich Strukturen und Zuständigkeiten erklären. Am besten führt Sie ein neuer Kollege durchs Haus und stellt Sie je nach Unternehmensgröße den für die erste Zeit relevanten Kolleginnen und Kollegen vor. Kurzer Smalltalk ohne Oberflächlich zu wirken, aber interessiert. Beim ersten Mal niemals in politische Gespräche oder gar in interne Zwistigkeiten reinziehen lassen. Fürs Begegnungsgespräch danken und nonverbal klarmachen, dass Sie für Klatsch und Tratsch nicht zu haben sind. Fragen Sie nach, wenn Sie sich nicht sicher sind. Sie haben einen kleinen Freibrief. Fällt Ihnen Unangenehmens auf, keinesfalls losmeckern oder gleich am ersten Tag das Rad neu erfinden. Lieber still notieren und einfließen lassen, wenn Sie standfester geworden sind. Bitten Sie um konstruktive Kritik an Ihrer Person, wenn anderen Fehler auffallen. Sie möchten ja lernen und im Team funktionieren. Nicht den Streber mimen und die Pausen durcharbeiten und Oberstunden blocken.

Aber auch nicht Punkt Glockenschlag den Stift fallen lassen. Beim ersten Mittagessen zuhören und erste Kontakte knüpfen. Alkohol um Himmels Willen vermeiden, das kommt nicht gut an. Wenn lang gediente Kollegen sich ein Bier gönnen, ist das deren Sache. Machen Sie auch nicht auf Moralapostel, aber Sie trinken keinen Alkohol. Hat man für Sie einen Einstand mit Schnittchen und Sekt vorbereitet, dann gehen Sie den goldenen Mittelweg mit einem Glas Sekt plus Orangensaft. Merken Sie sich Namen und fragen Sie nach, wenn Sie diesen nicht verstanden haben. Tipp für Schnellvergesser: Den soeben gehörten Namen innerlich zehn Mal wiederholen und er sitzt. Warten Sie nicht, bis man Ihnen etwas erklärt, fragen Sie nach den „Spielregeln". Zeigen Sie Interessen für die Arbeitsbereiche anderer. Auch für den Botenfahrer! Was für einen Wagen der fährt, Diesel oder Benziner, wann kommt und fährt er. Ihnen einen guten Start!

Bewerbungsunterlagen:

BewerbungsfotoDas richtige Foto ist die Basis für Ihren Erfolg!
Nehmen Sie das Bewerbungsfoto sehr ernst. Es ist das Entree in Ihr neues, berufliches Zuhause! Es ist das Erste, was die Person zu sehen bekommt, die eine Vorauswahl trifft. Stimmen hier die Parameter nicht, kann der Rest der Mappe noch so gut sein - sie kommt ungelesen zurück. Lächeln ist wichtig, aber nicht übertrieben grinsen oder gar lachen, bis man die Mandeln sehen kann. Sie sollen freundlich wirken, aber nicht albern. Blecken Sie nicht verkrampft die Zähne, wie ein Showstar erwischt von Paparazzi. Nutzen Sie ein aktuelles Foto und keines, dass Sie in besseren Tagen zeigt.

Ihr Äußeres muss das widerspiegeln, was Sie gerade sind. Sicher wird Ihnen ein guter Freund anbieten, mit seiner supergünstig im Elektromarkt erworbenen Digitalkamera ein Foto von Ihnen zu machen und es auf seinem Farbdrucker auszudrucken. Nein und nochmals nein. Sie gehen zu einem Profi-Fotografen, der Sie richtig in Szene setzt. Das sind Sie sich und Ihrem neuen Personalchef wert. Ist eine Bewerbung via E-Mail gefordert, achten Sie auf eine ausreichende
Auflösung, allerdings sollte die Datenmenge auch nicht zu groß sein für den Empfänger.

In der Regel sollten es Farbbilder ohne grelle Effekte sein. Unter bestimmten Umständen kann es auch eine schwarz-weiße Fotografie sein, das ist wieder im Kommen. Bei Unsicherheit fragen Sie vorab nach, was gewünscht ist. Die meisten Firmen erwähnen in ihren Stellenausschreibungen diese Wünsche. Der Hintergrund sollte neutral sein, so dass der Betrachter sich auf Sie konzentrieren kann. Ohrringe und Piercings gehören auf kein Foto!

 
 
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