Schlichtheit im Webdesign - ein Erfolgskonzept. Doch warum setzt sich diese Schlichtheit immer mehr durch? Wir erinnern uns an die ersten Tage des World Wide Web. Blinkende Banner, bunte Texte und farbenfrohe, häufig selbst gebastelte Seiten waren an der Tagesordnung. Dieses Bild hat sich gewandelt, es ist einem professionellerem Eindruck gewichen. Nun dominiert Schlichtheit das Web, Übersichtlichkeit und Funktionalität. Warum ist das?
Um das zu verstehen, muss man sich das Wesen von Webseiten vor Augen halten. Ein Internetauftritt dient dem Zweck, Informationen zu liefern oder zum Kauf zu animieren. Mittlerweile gibt es zu allen erdenklichen Themen mehrere Millionen Webseiten. Und die Benutzer des Internets wissen um diese Vielfalt, also sind die Ansprüche gestiegen. Wer im Internet nach Informationen sucht, sucht sie in Form von geschriebenem Text. Bietet eine Webseite neben Geschriebenem auch noch ein Überangebot an bunten Flächen, Bildern, sich bewegenden Elementen, dann wird die Informationssuche erschwert. Und was ist die Folge?
Der Besucher sucht sich eine andere Seite, um die gewünschten Informationen zu erlangen. Das Angebot ist groß.
Aus diesem Grund wird mittlerweile sehr viel Wert auf ein schlichtes Design gelegt. Die
Webseite soll nicht durch ihre aufwendige grafische Umsetzung punkten, sondern durch ihren Informationsgehalt. Dies ist die beste Möglichkeit, aus Besuchern Wiederholungstäter zu machen.
Und noch einen weiteren Vorteil hat schlichtes Webdesign. Umso übersichtlicher und schlichter ein Internetauftritt gestaltet ist, desto größer wird die Usablility, desto barrierefreie ist die Seite. Je mehr Farben, je mehr verwirrende Elemente, desto mehr Menschen wird die Nutzung der Webseite verwehrt. Doch das Internet ist für alle da - und Unternehmen möchten ihre Kunden in allen Zielgruppen finden.
Artikel von Klaus Röttling.