Das semantische Web will die Sprachbarriere zwischen künstlicher und menschlicher Intelligenz überwinden.

Jeder Internetnutzer kennt das Problem: Auf der Suche nach Informationen erhält man von den gängigen Suchmaschinen eine Unmenge an Ergebnissen – aber nicht immer Antworten auf seine Fragen. Der Algorithmus reagiert einzig und allein auf den Suchbegriff, kann dabei aber keine logischen Zusammenhänge erkennen.
Diese Sprachbarriere zwischen künstlicher und menschlicher Intelligenz zu überwinden haben sich die Entwickler des semantischen Web auf die Fahne geschrieben. Eine Kombination aus künstlicher Intelligenz und „user-generated brain" hat das Ziel, klare, brauchbare und präzise Antworten auf Nutzerfragen zu generieren.
Das semantische Web ist eine Version von Tim Berners-Lee, Erfinder des World Wide Web.
Im Gegensatz zum herkömmlichen Verfahren, bei dem Wörter oder Buchstabenkombinationen ermittelt werden, kann durch semantische Technologie inhaltliche Bedeutung erkannt und eingeordnet werden. Elementarer Baustein ist eine internetbasierte Wissensstruktur. Diese Database besteht nicht nur aus einer Ansammlung von Informationen, sondern soll aus einer Datenbasis mit Metadaten bestehen, die diese Informationen vernetzen und beschreiben.
Experten geben dem semantischen Web die Formel Web 3.0 = (4C+P+VS). Entscheidend ist dabei die Kombination von Content, Commerce, Community, Context + Personalization + Vertical Search. Durch die Erweiterung des Web durch maschinenlesbare Daten sollen die Suchergebnisse zielgerichteter und genauer werden.
Bis die tatsächliche Zusammenführung von Semantic-Web-Instrumenten mit Web 2.0 Technologien und damit die eigentliche Geburtsstunde von Web 3.0 Realität wird, muss man sich allerdings noch ein wenig gedulden.
Welche Auswirkungen das Semantic Web haben wird, wird sich erst viel später zeigen, die Möglichkeiten sind jedoch atemberaubend. Einige Verfechter des Semantic Web behaupten, dass es zu einer Evolution des menschlichen Wissens selbst führen wird, da es Menschen dadurch zum ersten Mal möglich sein wird, die Unmengen der auf dieser Welt vorhandenen Daten auf relevante und produktive Art zu filtern und zu kombinieren.
Quelle: Explido