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Was Weihnachten, ein falscher Bart und Geschenke von Swarovski gemeinsam haben

Autor: L. Christensen | Erstellt am: 17.12.2010 | Gelesen: 492
Kategorie: Lifestyle - Mode & Schmuck | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Die Legende vom Weihnachtsmann lebt in vielen Kindern weiter, bis zu dem Tag wo sich der falsche Bart von Onkel Thomas an Omas Swarovski-Ohrring verfängt.

Das perfekte Weihnachtsgeschenk von Swarovski
Das perfekte Weihnachtsgeschenk von Swarovski
Ich erinnere mich wissentlich daran, dass der Weihnachtsmann zum ersten Mal bei uns zu Hause auftauchte, als ich vier Jahre alt war. Für Hirngespinste hat eine Vierjährige eine Menge Platz in ihrem Köpfchen, aber in diesem Fall war der Weihnachtsmann aus Fleisch und Blut. Er kam stapfend zur Tür rein, ging dann direkt auf mich zu, beugte sich herab und fragte mich mit einer dunklen, sonorigen Stimme ob ich das Jahr über auch ein braves Kind gewesen bin. Da mir meine Eltern und auch die übrigen Erwachsenen immer wieder gesagt haben, dass der Weihnachtsmann nicht zwangsläufig nett ist, sondern nur dann, wenn man selber lieb ist, kam mir nicht in den Sinn zu antworten, ich sei nicht brav gewesen. Wie jedes Kind war auch ich nicht so artig, wie ich es dem Weihnachtsmann verkaufte. Ich habe also geblufft. Alles wird der Weihnachtsmann sicher nicht mitbekommen haben. Wenn also jeder Ausraster in die Bewertung mit einbezogen worden wäre, der mich überkam, wenn es darum ging ins Bett zu gehen, den Teller aufzuessen, mein Zimmer aufzuräumen oder der blöden Tina ihr Spielzeug im Kindergarten nicht ständig weg zu nehmen, dann, ja dann hätte ich wohl kein so feistes Grinsen vom Weihnachtsmann bekommen, wie an diesem Abend.  Nachdem ich mein Gedicht, das ich für diesen Besuch extra gelernt hatte in hektischem Tonfall runtergerattert hatte, bekam ich zur Belohnung meine Geschenke. Puh, das war easy. Und vor diesem Weihnachtsmann hatte ich so eine Heidenangst? Unverständlich im Nachhinein.

Mit sechs Jahren wurde mein Glauben an den Weihnachtsmann abrupt beendet. Wer am heiligen Abend mit ansehen muss, wie der Weihnachtsmann urplötzlich als sein eigener Onkel überführt wird, weil sich ein angeklebter Rauschebart am Ohrring der Oma verfängt und abrutscht, der ist erst mal erschüttert. Auf den ersten Blick wirkt so etwas für alle Außenstehenden zwar unfreiwillig komisch, aber ich konnte darüber überhaupt nicht lachen. Mit sechs Jahren wird einem nicht klar, dass man von den Erwachsenen die letzten zwei Monate eines Jahres – wenn sich alle Kinder im Weihnachtsfieber befinden - mit den Worten „wenn du nicht artig bist, dann bekommst du statt schöner Geschenke vom Weihnachtsmann die Rute zu spüren" erziehungstechnisch erpresst wird. Wenn nun dieses Argument als Druckmittel für die Eltern gegenüber ihren Kindern ausfällt, na dann gute Nacht liebe Eltern. Vielleicht hätte ich allen meinen Freunden von meinem Erlebnis erzählen sollen, als Rache für die Verarschung. Ich tat es aber nicht.

Das dieser Abend bei mir sehr präsent geblieben ist, erkenne ich auch daran, dass ich noch genau weiß, was damals alles für Geschenke unterm Weihnachtsbaum lagen. Ich und meine Schwester bekamen Armbänder von Swarovski, die aus einer Anordnung von unterschiedlich farbenden Strasssteinen bestanden. Ich habe das gleiche Armband letztens per Zufall im Internetshop www.gogoritas.com gesehen. Trotz dieses Weihnachtsmanndesasters trug ich es sehr gerne. Meine Mutter hat von meinem Vater eine zweiwöchige Kreuzfahrt durch die Karibik geschenkt bekommen. Da meine Eltern nie richtige Flitterwochen gemacht haben, wurde das im folgenden Sommer nachgeholt.

Und all diese tollen Sachen soll der Weihnachtsmann wirklich im Gepäck haben?! Mal ehrlich Kinder, sperrt die Augen auf, dann seid ihr auch nicht länger erpressbar.
 
 
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