Das Trockene Auge ist eine Benetzungsstörung der Augenoberfläche und weltweit eine häufige Erkrankung, die durch die Verminderung der Tränenmenge oder durch eine veränderte Zusammensetzung des Tränenfilms hervorgerufen wird. Darüber hinaus kann ein Trockenes Auge auch bei diversen Augenerkrankungen oder Allgemeinleiden vorkommen. Das Auge wird nicht mehr ideal befeuchtet.Welche Symptome sind richtungsweisend?
Augenrötungen, Fremdkörpergefühl, Kratzen, Brennen, Schleimabsonderung, Lichtempfindlichkeit, müde augen, geschwollene Augenlider, Unverträglichkeit von Kontaktlinsen, Probleme bei der Arbeit am Bildschirm, Unverträglichkeit von Kosmetika Schmerzen bei Luftzug, im Flugzeug oder in rauchiger Luft und vieles mehr können Ausdruck eines gestörten Tränenfilms sein. Wenn sie unter diesen oder ähnlichen Beschwerden leiden, sollten Sie unbedingt einen Augenarzt aufsuchen.
Eine trockene Augenoberfläche wird rauh, schmerzhaft und führt zu Sehstörungen. Der gesunde Trännfilm enthält keimtötende Substanzen und schützt so vor Infektionen. Schliesslich ist das Auge ständig diversen Außeneinflüssen ausgesetzt.
Trockene Augen sind meist sehr infektionsgefährdet. Von wesentlicher Bedeutung ist die Versorgung der durchsichtigen Hornhaut mit Sauerstoff und Nährstoffen, da die Hornhaut unser Fenster in die Außenwelt darstellt. Der Sauerstoff wird direkt über den Tränenfilm aus der Luft bezogen und wird so an die Hornhaut transportiert. Um das Sehen nicht zu stören, besitzt die Hornhaut unserer Augen keine eigenen Blutgefäße.
Unsere Tränen oder besser gesagt der Tränenfilm besteht aus drei unterschiedlichen Schichten, die sehr kompliziert aufgebaut sind und die Augenoberflächen benetzen. Die Schichten heißen Lidinnenseite, Bindehaut und Hornhaut. Durch das Benetzen wird die Oberfläche des Augapfels glatt und geschmeidig gehalten und die gute Sehfunktion sichergestellt.
Verändert sich der Tränenfilm, so muss die Hornhaut in einer Art Notprogramm mit Sauerstoff über die Blutgefäße der Bindehaut versorgt werden. Bei der Erkrankung Trockenes Auge ist dies der Fall und zwar nicht nur bei wachen Menschen, sondern auch während dem Schlaf. Daher wachen viele Menschen bereits mit roten Augen oder angeschwollenen Lidern auf. Frischluft und künstliche Tränen sind in jedem Fall hilfreich. Die Tränenproduktion wird auf eine sehr komplizierte Art und Weise gesteuert. Schon gesunde Menschen haben Probleme mit der Tränenproduktion und erkennen die verminderte Tränenproduktion am Abend, wenn man müde ist. Auch im zunehmenden Alter nimmt die Tränenproduktion immer mehr ab.
Leider schaden sich manche Menschen selbst durch die selbtverordneten gefäßverengenden Tropfen, die bei langfristiger Anwendung verhängnisvolle Auswirkungen auf die Sehfähigkeit haben können. Bei Trockenen Augen kann also keine Rede von einer harmlosen Störung der Befindlichkeit die Rede sein. Seien Sie sich darüber im klaren, dass eine Selbstmedikation ohne genaue augenärztliche Diagnose eine ernsthafte Erkrankung auslösen oder unentdeckt lassen kann.