Bundesschatzbrief: Informationen über Chancen und Risiken
Viele sind auf der Suche nach einer Möglichkeit sein Geld gewinnbringend anzulegen. Aufgrund vieler Unsicherheiten möchten die meisten jedoch eine langfristige Bindung ausschließen, aber auch ein zu hohes Risiko durch Kursschwankungen, sehen viele skeptisch gegenüber. In diesem Fall sind Bundesschatzbriefe eine gute Variante sein Geld eine Zeit lang gewinnbringend anzulegen. Doch was genau sind denn Bundesschatzbriefe und wie funktionieren diese genau?
Bundesschatzbriefe wurden
vor über 40 Jahren eingeführt und sind
Wertpapiere bei der Bundesrepublik Deutschland. Sie bieten die Möglichkeit, Geld sechs beziehungsweise sieben Jahre anzulegen. Der große Vorteil dieser Anlagemöglichkeit ist, dass im Voraus bereits die Zinsen über die komplette Laufzeit bekannt sind. Dadurch gibt es keinerlei Risiko bezüglich Schwankungen am Finanzmarkt. Um eine Anpassung der Briefe zu erreichen, werden nach Notwendigkeit, neue Bundesschatzbriefe ausgegeben.
Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Varianten der Bundesschatzbriefe. Bei der Ersten beträgt die Laufzeit sechs Jahre und es gibt eine jährliche Zinsausschüttung. Die zweite Variante geht ein Jahr länger und die Ausschüttung erfolgt, zusammen mit dem Kapital am Ende der Laufzeit. Dies kann unter Umständen eine höhere steuerliche Belastung in diesem Jahr darstellen. Der Vorteil der zweiten Variante ist jedoch, dass die Verzinsung durch die längere Laufzeit im Durchschnitt höher ist.
Bundesschatzbriefe sind ab 50 beziehungsweise 52 Euro Mindesteinlage direkt bei der Finanzagentur oder bei einem Kreditinstitut erhältlich. Der Kauf erfolgt über eine Lastschrift oder Überweisung und eine Begrenzung in der Höhe gibt es dabei nicht. Bei der Finanzagentur muss vorher ein Schuldkonto eröffnet werden, um anschließend die Wertpapiere zu erwerben. Jedoch ist dies kostenlos und das Konto kann bequem von zu Hause eingesehen werden. Vor Ablauf der Frist erhält der Besitzer eine Mitteilung über die Fälligkeit des Bundesschatzbriefes. Meist werden Vorschläge über eine weitere Anlagemöglichkeit gemacht. Werden keine weiteren Schritte vom Inhaber unternommen, wird das Geld nach Ablauf auf das angegebene Referenzkonto ausgezahlt. Auch vor der Fälligkeit kann das Geld zurückgefordert werden. Hierzu müssen die Schatzbriefe mindestens ein Jahr bestehen. Innerhalb von 30 Tagen können bis zu 5000 Euro eingefordert werden.
Aufgrund der geringen Zinsen sind Bundesschatzbriefe im Vergleich zum Tagesgeld oder zur Festgeldanlage eine eher schlechte Anlagemöglichkeit. Längerfristig gesehen bringen sie zwar eine gewisse Rendite, aber gerade in den ersten Jahren, sind andere Anlagemöglichkeiten lukrativer. Auch ist der Zugriff bei 30 Tagen, länger wie zum Beispiel beim Tagesgeld, das täglich abrufbar ist. Wer den Finanzmarkt beobachtet und somit auch die Zinsen, kann eventuell auch eine Zeit finden, in der Bundesschatzbriefe wieder lukrativer sind.