Wenn man sich dazu entschließt, Immobilien zu bauen, benötigt man als erstes ein geeignetes Grundstück. Als nächstes folgt die Überlegung der richtigen Finanzierung dieses Vorhabens. Nicht nur beim Neubau eines Hauses kann die Bank unter die Arme greifen; auch bereits vorhandene Immobilien kann man über eine Baufinanzierung erstehen.
Sicher wird man sich vor der Planung mit seiner Bank in Verbindung setzen und nach den Möglichkeiten im speziellen Fall beraten lassen. Ist Eigenkapital vorhanden? Gibt es einen Bausparvertrag? Diese Voraussetzungen sind sehr hilfreich für eine aufstockende Baufinanzierung. Es ist aber auch ganz ohne Eigenkapital oder Bausparvertrag denkbar, eine
Baufinanzierung von der Bank zu erhalten, wobei eine krisensichere Festanstellung bei gehobenem Verdienst bei der Verhandlung sehr günstig ausfallen kann.
Es muss stets bedacht werden, dass sich im Leben auf längere Sicht einiges ändern kann, was eine weitere Rückzahlung der Baufinanzierung unter Umständen schwierig oder unmöglich macht. So könnte beispielsweise die Rente der mit im Haus lebenden Mutter wegfallen oder es tritt Arbeitslosigkeit ein. Schnell ist dann der Traum vom eigenen Heim vorbei, wenn man sich bei der Höhe der Baufinanzierung überschätzt hat.
Das richtige Zinsniveau für eine längere Finanzierung muss genau mit der Bank ausgehandelt und festgelegt werden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Rückzahlung einer Baufinanzierung. Sowohl die Länge des Zeitraumes der gesamten Kreditrückzahlung als auch der Zeitraum über die Länge der Festverzinsung, die meistens nicht über die gesamte Rückzahlungslänge geht, bestimmen die Höhe der Zinsen, die von einer vertrauenswürdigen Bank als „effektive Zinsen", also als tatsächliche Höhe der Jahreszinsen einschließlich aller Nebenkosten errechnet werden sollte.