Was kann man gegen trockene Augen tun? Wie werden trockene Augen am besten behandelt?Trockene Augen können leider nicht geheilt werden. Jedoch muss niemand mit trockenen Augen leben und sich mit diesem Leiden ein Leben lang herumquälen. Es gibt es eine Reihe von Dingen, die man tun kann, um trockene Augen zu behandeln.
Sie sollten sich von Ihrem Augenarzt beraten lassen, welche der vorhandenen
Behandlungsmöglichkeiten für trockene Augen für Sie in Frage kommen und welche von ihnen für Sie die beste ist.
Trocken Augen werden am häufigsten mit künstlichen Tränen und Salben behandelt. Hierbei ist eine Behandlung mit künstlichen Tränen meist das Mittel der Wahl bei
trockenen Augen. Künstliche Tränen kann man ganz einfach rezeptfrei in der Apotheke kaufen. Nicht jede Marke künstliche Tränen funktioniert bei allen betroffen gleich gut. Deshalb sollte man verschiedene Produkte ausprobieren, bis man das individuell beste gefunden hat.
Wenn Sie
chronisch trockene Augen haben, sollten Sie die Tropfen auch anwenden, wenn Sie keine Augenbeschwerden haben, um die Augen gut geschmiert zu halten. Wenn Ihre Augen austrocknen, während Sie schlafen, können Sie in der Nacht ein dickflüssigeres Schmiermittel, wie eine Salbe, ausprobieren.
Es gibt auch rezeptpflichtige
Augentropfen, die die Tränenproduktion der Augen selbst erhöhen. Andere Medikamente, wie topische Steroide, können auch in einigen Fällen hilfreich sein.
Wenn eine
medikamentöse Behandlung nicht fruchtet, ist es notwendig, die Kanäle zu verschließen, durch die die Tränen aus den Augen abfließen. Hierzu gibt es die punktuelle Okklusion. Zunächst schreitet man zu einer temporären punktuellen Okklusion. Das ist ein schmerzloses Verfahren, wo sich schnell auflösende Verschlüsse in die Tränenabflusskanäle der Unterlider eingelegt werden. Dies ist ein temporäres Verfahren, das dazu dient, um festzustellen, ob permanente Verschlüsse dauerhaft zu einer ausreichenden Versorgung mit Tränen führen würden.
Wenn die vorübergehende Verstopfung der Tränenabflusskanäle gut funktioniert, folgt die permanente punktuelle Okklusion. Dabei werden Silikon-Verschlüsse verwendet. Die Verschlüsse halten die Tränen in den Augen, solange sie vorhanden sind und können wieder entfernt werden. Selten können die Verschlüsse spontan herausfallen oder in den Tränenkanälen nach unten wandern. Viele Patienten fühlen sich nach diesem Verfahren wohler und brauchen weniger künstliche Tränen.
Schließlich ist es, wenn gar nichts anderes hilft, manchmal erforderlich, zu einer chirurgischen Lösung zu greifen. Die Tränenabflusskanäle aus den Augen in die Nase werden dauerhaft verschlossen, damit mehr Tränen in den Augen bleiben. So eine Operation wird mit örtlicher Betäubung ambulant durchgeführt. Nach dieser Operation gibt es keine Einschränkungen bei körperlichen Tätigkeiten. Dies sollte auch die hartnäckigsten Fälle von
trockenen Augen unter Kontrolle bringen, damit trockene Augen niemanden ein Leben lang begleiten müssen.