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Was ist Liebe?

Autor: revhoros | Erstellt am: 31.05.2010 | Gelesen: 1174
Kategorie: Astrologie & Esoterik | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Liebe ist Urzustand, Ursubstanz, die Essenz alles Seienden, alles ist Liebe, und in der Liebe ist alles enthalten.

Autor Rainer Sauer
Autor Rainer Sauer
Rainer Sauer Autor Deus Homo/Liebe

Liebe

Auszüge aus dem spirituellen Ratgeber und Lesebuch "Deus Homo".Kapitel: Liebe

Liebe ist Urzustand, Ursubstanz, die Essenz alles Seienden, alles ist Liebe, und in der Liebe ist alles enthalten. Liebe kann man weder machen, lernen, geben noch nehmen, noch kann man sie auf irgendeine Art und Weise kontrollieren. Somit ist sie als Verursacherin all unserer Erscheinungen und Erfahrungen und in ihrer Eigenschaft, allem bestehenden Ur-Grund zu sein, auch als solches zu erfahren. Alles, was ist, ist ursprünglich aus Liebe geboren und bietet uns deshalb auch in der wahrhaftigen Begegnung mit ihr eine potentielle Begegnung mit der Liebe, beinhaltet somit eine Erfahrung der Liebe. Bereitschaft ist hier das Schlüsselwort und öffnet uns das Tor zur theoretisch jeder Zeit möglichen Liebeserfahrung, auch wenn wir dadurch faktisch das Erleben derselben nicht erzwingen können, da unsere Bereitschaft nicht unbedingt einen unmittelbaren Kontakt zur Liebe herstellt, sondern nur die Möglichkeit desselben einräumt. In letzter Konsequenz können wir also nicht über das wann und wie bestimmen, wie das Erfahren der Liebe für uns geschehen soll, sondern es bleibt uns nur, indirekt Einfluß zu nehmen, indem wir für das Erfahren bereit werden oder schon bereit für die Liebes-Erfahrung sind.

Um es einmal plastisch zu umschreiben, hat diese Bereitschaft eine innere und eine äußere Form. Die innere Form besteht darin, willentlich und vorsätzlich unsere Vorstellungen abzulegen, wie diese Erfahrung auszusehen hat. Wir können unsere Forderungen, Begrenzungen, Spielregeln und persönlichen Gesetze, welche wir unmittelbar mit unserem Bild von Liebe verknüpfen, gegebenenfalls als nicht förderlich enttarnen und sie aus der Einsicht heraus, daß dies keine Attribute der Liebe sind und auch nicht zu ihr gehören, als nicht unterstützend einordnen und sie einfach sein lassen. Das heißt, wir werden bereit, daß sich die Liebe uns frei entfaltend offenbaren kann, indem wir unseren Erwartungen, wie das Ganze auszusehen hat, die bremsende Wirkung entziehen, also bereit werden, ohne Erwartung zu er-warten, also bedingungslos auf die Erfahrung der Liebe warten. Denn Liebe ist nur erfahrbar in einem Raumund Zeit-Gefüge der Freiheit, und Liebe gedeiht auch nur auf einem Boden der Freiheit. Die innere Form unserer Bereitschaft benennt also unsere Haltung, wie wir der Liebe in möglichst uneingeschränkter Weise entgegengehen und läßt sich vor allem durch das Bewußtwerden unserer inneren Blockaden in die erwünschte Richtung korrigieren.

Die äußere Form besteht in unserem Präsentsein, in unserem ganzheitlichen Da-Sein, also in unserer realen Anwesenheit, zeigt sich in unserem wachen Zugegensein in unserem Körper, und dies selbstverständlich im Hier und Jetzt. Hier sprechen wir vor allem die Haltung an, mit welcher wir jedem Moment und jedem Ereignis begegnen können, also der Ausrichtung entspricht, im einfachen so Sein zu verweilen. Ein aktiver und auch passiver Zustand, der sowohl Wachsamkeit als auch Achtsamkeit enthält und andererseits eben auch Gelassenheit und geduldiges in Erwartung Sein beinhaltet. Dies verleiht uns sowohl die Fähigkeit zur wirklichen Begegnung, zum echten Kontakt mit uns selbst als auch mit unserer Umwelt, und das wiederum ist der Nährboden, auf dem die Erfahrung der Liebe gedeihen kann. In wahrhafter Begegnung mit uns selbst und unserer Umwelt erleben wir nämlich Verbundenheit und das Einssein mit uns und dem Erscheinenden, was einem in Liebe sein mit uns und allem uns Umgebenden entspricht. Das Erleben der Liebe ist mit anderen Worten immer auch eine Einheits-Erfahrung, also ein Erleben des nicht Getrenntseins. In Liebe sind wir mit allem verbunden, sind wir mit allem Existierenden eins, und wir sind unserer Heimat, unserem Ursprung ganz nahe.

Die Angst wiederum trennt uns von Liebe und Einheit, behindert unsere Wiedervereinigung, stellt sich unserer Erfahrung von Liebe als scheinbar nicht überwindbares Hindernis in den Weg. Es stellt sich für uns immer die letztendliche Frage: „Folgen wir der Angst in ihr Reich aus Isolation, oder folgen wir der Liebe in die Einheit, in unsere Ganzheit, in die Liebes-Erfahrung als solches?" Wir haben jedenfalls immer die freie Wahl, uns für die Führung der Liebe oder für das tyrannische Unterjochtsein der Angst zu entscheiden, der Weg zur Liebes-Erfahrung steht uns immerwährend offen. Liebe ist immer und überall und in allem anwesend und somit für uns zu jedem Zeitpunkt zugänglich, erreichbar und in jeder beliebigen Situation erfahrbar. Jede Begegnung, jeder Augenblick unseres Lebens birgt in sich die Möglichkeit, uns für diese immer wieder neue und einzigartige Berührung mit der Ursubstanz zu entscheiden, uns immer wieder erneut zu öffnen für das unmittelbare Verschmelzen und Einssein mit der Liebe, der Essenz und dem Urgrund unserer Existenz. Jedes Gefühl, jeder Atemzug, jeder Regentropfen, dem wir auf seiner Wanderschaft vielleicht auf einem Fenster bei seinem unvorhersehbaren Weg vom Himmel zur Erde begleiten, ist ein allzeit weitgeöffnetes Himmelstor, welches uns zur Liebe und deren mannigfaltigen Erscheinungsformen führt. Sowie auch jeder Gedanke, ein jedes Wort, das wir vielleicht in einem Gespräch hören oder auch in einem Buch lesen, uns einlädt, uns tief innen berühren zu lassen. Um durch dieses Erklingen der uralten, aber uns bekannten Melodie uns unserem unsterblichen Bestehen und unserer wahren göttlichen Existenz zu entsinnen, also durch unser Mitschwingen und mittels des Erinnertwerdens uns des ewigen Liebesliedes vom Werden und Vergehen erinnern. Und daß wirklich alles Existierende aus Liebe entstanden ist und auch aus nichts anderem als aus dieser göttlichen Ursubstanz besteht. Demzufolge auch alles in uns und um uns herum diese Liebe verkörpert und uns stetig umwirbt und auffordert, in ihren vertrauten und sicheren Raum einzutreten. Also uns der Angst zum Trotze auffordert, aus der wahrgenommenen Trennung hinauszugehen, welche uns in dieser momentanen irdischen und dualen Sphäre oft als ultimative Realität erscheint. Und uns wieder in den Frieden, in das Gestilltsein, in unsere wahre Heimat, in die Einheit, also in die Liebes-Erfahrung des Einsseins hineinzubegeben. Die Liebe ruft uns in einem fort, und dieser göttliche Ruf heimzukehren, ist in allem und in jedem beherbergt und als solches auch jederzeit als reales Lebenselement zu vernehmen. Es ist wie ein stilles unhörbares Lied, welches in uns und in allem, was wir auf unserer Reise des Lebens begegnen, beständig erklingt. Und nur dann für uns hörbar wird, wenn wir bereit sind, unsere inneren Sinne darauf einzustimmen und unserem Verlangen, unserem tiefen Wunsch nach unserer wahren Herkunft, nach dem Zuhausesein, nach dem Ankommen bei uns selbst, freie Ausdehnung und Entfaltung zu erlauben und zuzugestehen. Und wir uns von diesem Ruf gelockt und geführt Richtung weisen lassen. Und uns somit immer wieder aufs neue entschieden, uns dorthin zu bewegen, wohin uns unsere Herzensstimme ruft, um so durch das für uns immer offene Himmelstor unmittelbar in die Liebes-Erfahrung hineinzuschreiten.

Das bedeutet einfach, daß wir trotz unserer Ängste, unserem Zögern und Zaudern, trotz all unserer Faulheit und unseres Phlegmas, trotz der vielen Wenn und Abers, uns für die Berührung des Wesentlichen, des Essenziellen öffnen. Und das ungeachtet all der inneren und äußeren Stimmen, welche uns die angebliche Unmöglichkeit unseren Vorhabens vorgaukeln, im Hier und Jetzt ankommen und uns dem direkten Kontakt, der Begegnung mit dem puren Leben, also dem unmittelbaren Seiendem stellen. Was uns mittels des Hindurchschreitens der Himmelspforte diese unsagbaren, unbeschreiblichen Erfahrungen unseres wahren Seins und das komplexe Verständnis aller nur erdenklichen Zusammenhänge, also das innere Wissen und die direkte Begegnung mit unserer zentralen Rolle in der Einheit aller Dinge wiederschenkt. Und wir uns in jenem Raumund Zeitgefüge der ewigen und unbegrenzten Liebe wiederfinden, wo wir keine schmerzliche Trennung mehr wahrnehmen, wo alles plötzlich wieder Sinn macht und sich alle Stücke des allzu oft chaotisch erscheinenden göttlichen Puzzelspieles in einer bestaunenswerten und Ehrfurcht gebietenden Vollkommenheit zusammenfügen. In dem Raum, in dem wir von der Liebe in allem und zu allem Existierenden umgeben sind, ohne einen Schatten erzeugenden oder trübenden Zweifel und mit dieser Liebe auch andererseits bis hin zu unserem essentiellen wirklichen Sein durchdrungen sind. Erfüllt und durchsetzt von all der Liebe, die in allem vorhanden ist und welche wir in allem spüren können, ist es uns selbstverständlich ein Leichtes, die Liebe wahrzunehmen, weil wir ja nichts anderes sehen wie Liebe. Und wir können auch unschwer erkennen, daß es die Liebe ist, welche uns in einem Tausendstel Sekundentakt immer wieder erinnert, daß es der Herzschlag der Liebe ist, den wir in allem vernehmen und der uns der Liebe immer wieder nahebringen will.

Und ebenso sehen wir, daß es nichts Existierendes gibt außer eben diese alle Bedürfnisse stillende Liebe, in deren Grenzenlosigkeit wir gerade ein universelles Erlösungs-Bad nehmen. Also uns erlauben, durch unsere Bereitschaft, dem Unmittelbaren zu begegnen, anzukommen in unserer wahren Heimat, in der Einheit, in der göttlichen Essenz allen Seins, in der Ursubstanz alles Bestehenden, in der bedingungslosen Liebe an sich. Hier ist Liebe nicht mehr „nur" ein Gefühl, sondern Ursache allen Seins. Ur-Sache für Frieden, Hoffnung, Annahme, das Leben und die Existenz der Einheit, sowie unsere menschliche Erfahrung derselben, was wir auch alles ohne allzu große Schwierigkeiten als lupenreine Qualitäten der Liebe akzeptieren können. Jedoch begegnen wir weitaus mehr Widerständen, wenn wir das Getrenntsein, die Traurigkeit, den Schmerz und den Verlust, eben auch als aus Liebe geboren akzeptieren sollen, nämlich all diejenigen sogenannten negativen Erfahrungs-Qualitäten annehmen sollen, welche aus Freiheit, aus der Existenz unseres freien Willens heraus in die Wiege der Welt und der Erscheinungen gelegt wurden, also auch Kinder der Liebe sind. Gar nicht zu sprechen von der Rebellion die in uns aufersteht, wenn wir den Hass als von der Liebe abstammend annehmen sollen, als ursprüngliches Kind der Liebe. Aber auch hier müssen wir uns wohl, um unserem Bewußtsein freien Entfaltungsraum zu gewähren, vor der göttlichen Wahrheit verbeugen und uns eingestehen, daß auch der sogenannte Haß aus Liebe hervorging, daß auch seine Essenz das einzige und alleinbestehende Wesen der Liebe ist. Und daß auch der Haß nichts anderes ist, um es bildhaft darzustellen, als gefrorene, erstarrte Liebe, welche wieder in lebendigen Fluß kommen kann, wenn wir sie als solche liebevoll annehmen. Was uns zur göttlichen Gleichung bringt: Liebe gebärt Liebe. Dies offenbart sich auch in der Universal-Formel: Es existiert keine Realität außer der göttlichen, auch wenn scheinbar nicht alles, was wir sehen, unter diese Kategorie fällt und es uns nicht selten ganz schön schwerfällt, dieses anscheinend Unakzeptable als göttlich abstammend anzuerkennen. Nichtsdestotrotz, existent ist letztendlich nur die Liebe, und alles Existierende ist auch Liebe, auch wenn das manchmal an die Grenzen unserer Glaubens-Fähigkeit stößt.

Aber dieses für unser normales Alltagsverständnis sicherlich unglaubwürdig Erscheinende mal beiseite gelassen, sollten wir den Mut und die Anstrengung aufbringen, uns einzugestehen, daß wir alle irgendwo in uns das Wissen haben, daß nur die Akzeptanz der Liebe als einzig ewigliche konstante Größe parallel zu unserer Bereitschaft, sie in ihrer Unmittelbarkeit zu erfahren, uns wahren Frieden und Erfüllung geben kann. Also vor uns selbst zuzugeben, daß alle anderen Wege diesbezüglich in die zumindest temporäre Sinnlosigkeit führen. Liebe gebärt Liebe, alles andere ist illusionär! Und in dieser Hinsicht ist auch eher die freie Entscheidung die Mutter der Liebe, d. h. die Liebe ist nicht etwa ein Gefühl, das kommt und geht, sondern sie ist immer existent, und wir entscheiden uns, sie zu erfahren oder eben nicht. Mit anderen Worten: Liebe ist kein Gefühl, Liebe ist eine Entscheidung.

7. Augenblick
Hier möchte ich nochmals auf die Thematik des im Hier und Jetzt sein, des im Moment präsent sein und dessen bedeutungsvolle Auswirkung eingehen. Nämlich auf die Intensität des Erlebens, die wir erhalten...
 
 
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