Historische Fechtkunst - eine faszinierende Sportart
Historische Fechtkunst, was um Himmels willen ist das denn?
Wen hat es nicht schon einmal fasziniert, wenn im Kino, einem historischen Fest oder auf der Theaterbühne zwei Recken ihre Klingen kreuzen?
Oft stellt sich das Publikum enorm schwere Schwerter vor und ist der Meinung, dass ein Gefecht mit Schwertern sehr langsam und grob ist. Wer das vermutet befindet sich jedoch auf dem Holzweg! Ein Fechtschwert (Langes Schwert) wiegt gerade 1,4 - 1,7 Kilo und ist schneller und wendiger zu führen als man vermutet.
Was ist eigentlich genau „Historische Fechtkunst"?
Heutzutage denkt man bei dem Begriff Kampfkunst meist an asiatische Kampfkunst, doch weit gefehlt. Der Begriff „Historisches Fechtkunst" steht für die im europäischen Mittelalter traditionelle Kunst des Kampfes. Bei der Rekonstruierung der historischen europäischen Kampfkünste wird auf Schrift- und Bildquellen des 13. bis 17. Jahrhunderts zurückgegriffen. In mühsamer Arbeit werden alte Manuskripte aufgearbeitet und wieder zu einer lebendigen Kampfkunst geformt. Umgesetzt werden die Erkenntnisse in einem praktischen Training in sportlicher Art und Weise. Fechtkunst schult Motorik, Kraft-Ausdauer, Kondition, Konzentration, fördert die Sozialkompetenz und trägt zu einer aufrechten Körperhaltung bei. Wie bei anderen Kampfkünsten wird auch hier Sicherheit groß geschrieben. Momentan findet in Deutschland eine stetige Ausbreitung dieses Sportes statt. Historische Fechtkunst begeistert Jung und Alt gleichermaßen und ist erlebbare Geschichte und Kampfkunst in einem.
Schon gewusst?Karl Wassmannsdorff bezeichnete die Fechthandschriften aus dem Mittelalter als älteste deutsche Turnliteratur.
Ihr habt Fragen zum Artikel oder wollt die Historische Fechtkunst kennenlernen?Meldet euch bei mir
www.sieben-schwerter.de (Raum Stuttgart) oder bei unserer befreundeten Fechtschule
www.krifon.de (Raum Worms).
Artikel erstellt von Michael Schüle -
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