Close-Up-Zauberer
Wenn Leute an einen Zauberer denken, sehen viele das eine Bild. Einen Künstler mit riesigen Apparaten, Windmaschinen und leicht bekleidete Assistentinnen. Das es auch anders geht zeigt der Trend immer häufiger Close-Up-Zauberer direkt an den Tischen der Zuschauer einzusetzen.
Es gibt keine Spiegel, Falltüren oder doppelte Böden. Bei einer „close-up" Vorführung geschieht jeder Handgriff direkt vor den Augen des Publikums und doch schafft es der Zauberer durch Fingerfertigkeit und psychologischer Ablenkung immer wieder alle gekonnt hinters Licht zu führen. Es wird gestaunt und gelacht. Der Zauberer und seine Kunststücke erscheinen zum greifen nah. Dabei wandert der Zauberkünstler im Laufe der Veranstaltung von Tisch zu Tisch, oder von Gruppe zu Gruppe und sorgt für Gesprächsstoff bei den Gästen. Die Kommunikation zwischen Zauberer und Zuseher ist nicht einseitig. Das Publikum kann Fragen stellen und sogar die Requisiten anfassen.Manchmal leiht sich der Künstler zum zaubern Gegenstände wie Geldschein oder Ehering vom Publikum aus. Da kann es passieren, dass sich der 5 Euro Schein kurzfristig in einen Fünfziger verwandelt oder der Ehering einen an beiden Enden festgehaltenen Schnürsenkel durchdringt.
Das ganze geschieht unabhängig von Technik wie z.B Mikrofon oder Scheinwerfer und ist sogar in verwinkelten Räumen, bei denen eine Show für alle unmöglich wäre, einsetzbar. Für einen Close-Up-Zauberer sind Veranstaltungen wie Hochzeit, runder Geburtstag, Firmenfeier oder Businessevent eine gute Auftrittsplattform.
Autor: Kai Wiedermann