Schnitzerei Delfine
Woher kommt eigentlich der Kuss?
Eine Theorie wäre, er wurde erfunden um das andere Geschlecht ruhig zu stellen. Eine andere Theorie besagt, dass vor Jahrtausenden, die Mütter die Nahrung erst zu Brei kauten, um diesen dann von Mund zu Mund an Ihre Kleinkinder weiterzugeben, und sich der Kuss daraus weiter entwickelte. Eine weitere ist, die Steinzeitmenschen erfanden ihn, bei Hitze stillten sie ihren Durst, indem sie sich gegenseitig den Schweiß vom Körper leckten. Am wahrscheinlichsten ist jedoch die Theorie, dass der Kuss, Erinnerungen ans Stillen erzeugt. Welche Theorie auch immer die Richtige ist, inzwischen hat sich der Liebesbeweis, Kuss, deutlich verändert, Gott sei Dank. Allerdings fanden Verhaltensforscher heraus, dass Frauen beim küssen Nähe suchen und Männer küssen, um möglicherweise Sex zu haben.
Heute kann wissenschaftlich erklärt werden, was exakt passiert, wenn sich zwei Lippenpaare mehr oder weniger zärtlich berühren. Betrachtet man den Kuss rein chemisch, ist er ein Gemisch aus 0,7 mg Eiweiß, 0,45 mg Salz, 0,76 mg Fett, 0,16 mg Drüsensekret und 61 mg Wasser. Lecker!
Die Nebenniere schüttet Adrenalin und den Neurotransmitter Serotonin aus. Die beiden Stoffe lassen das Herz schneller schlagen und bringen den Kreislauf in Schwung, es entstehen Glücksgefühle. Spielen gar Zunge und Liebe eine Rolle, aktiviert das Gehirn Sexualhormone. Angeblich reicht das alleine schon, für fünf Prozent der Menschheit, einen Orgasmus zu erlangen.
Aber beim Küssen findet über Zunge, Speichel und Mundschleimhaut auch ein Austausch von Boten- und Geruchsstoffen statt. Die Küsser können so feststellen, ob man biologisch miteinander harmoniert und ob man sich riechen kann. Evolutionär revolutionär. Nur gute Gene werden noch mal geküsst.
Auch beliebt, aber weit weniger herzlich, der Bruderkuss, gerne von Russen und Politikern oder von russischen Politikern genutzt. Ebenso der Luftkuss und der Handkuss. Und ab und zu haben sich einfach nur zwei Piercing in den Lippen verhakelt.