Excimer-Laser (In-Picture @ aboutpixel.de
Der Excimer-Laser wird, neben einigen anderen Anwendungsbereichen hauptsächlich in der Augenheilkunde verwendet. Mit dem Ziel, Fehlsichtigkeiten des menschlichen Auges zu korrigieren. Dies geschieht, indem die Hornhaut bearbeitet wird (Lasik, Augenlaser).
Wie funktioniert der Excimer-Laser?
Das Merkmal eines Lasers (Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation) ist die starke Bündelung von künstlichem Licht. Dadurch können Strahlen mit sehr hoher Energie erzeugt, und gezielt auf eine Stelle gesendet werden um z.B. Gewebe aufzutrennen und/oder zu verschweißen. Der Laserstrahl bei dem Excimer-Laser wird zunächst durch die chemische Verbindung zweier Moleküle und dann durch den Zerfall dieser erzeugt. Bei diesem Vorgang entladen die Moleküle ihre Energie. Da die für den Laser verwendeten Verbindungen nur von kurzer Lebensdauer sind und durch elektronische Anregung erzeugt werden, tragen diese den Namen Excimer (englisch: excited dimer).
Der Excimer-Laser strahlt kein vom menschlichen Auge sichtbares, sondern ultraviolettes Licht (UV-Licht) aus. Die Wellenlänge eines „Excimers" ist sehr, sehr kurz, woraus eine extrem hohe Energie resultiert. Der Excimerlaser wird auch als Kaltlichtlaser bezeichnet, da durch die Verwendung von UV-Strahlen fast keiner Wärme entsteht. Welche Verfahren werden mit dem Excimer Laser durchgeführt? Mit dem Excimerlaser können verschiedene Augenlaser bzw. Lasikverfahren durchgeführt werden. Dazu gehören:
Lasik (Laser-in-situ-Keratomileusis)
Bei der Lasik-Methode werden die Augen des Patienten betäubt und fixiert. Danach kann mit Hilfe eines Mikrokeratoms oder des Femtosekundenlasers die Hornhaut durch einen sauberen Schnitt geöffnet werden. Es entsteht ein sogenannter Flap (Hornhautdeckel). Jetzt kann die Hornhaut mit dem Excimerlaser abgetragen und modelliert werden, damit die Fehlsichtigkeit korrigiert wird. Nach der Operation wird der Flap wieder zugeklappt und wächst von allein wieder an. Nach wenigen Stunden ist der Heilungsprozess abgeschlossen.
Lasek (Laser-epithelial-Keratomileusis) / PRK (Photorefraktive Keratektomie)
Lasek ist eine Weiterentwicklung der photorefraktiven Keratektomie, die wie folgt funktioniert: Zunächst wird die Augenoberfläche durch Augentropfen betäubt. Im Anschluss daran wird die dünne schützende Haut der Hornhautoberfläche (Epithel) vom Chirurgen entfernt bzw. zu Seite geschoben. Schließlich wird mit dem computergesteuerten Excimerlaser die Form der Hornhaut so verändert, dass die bei der Voruntersuchung festgestellte Fehlsichtigkeit beseitigt wird. Lasek wird in der Regel nur in Ausnahmefällen eingesetzt, wenn z.B. die Hornhaut des Patienten zu dünn ist.
Neben der Möglichkeit zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten des menschlichen Auges kann der Excimerlaser auch im Bereich der phototherapeutischen Keratektomie und Hornhauttransplantationen eingesetzt werden. Bei der PTK werden z.B. Trübungen und Narben der Hornhautoberfläche entfernt.
Welche Risiken bei der Behandlung mit dem Excimerlaser können auftreten?
Durch den chirurgischen Eingriff mit Hilfe des Excimerlasers kann es zu eventuellen Komplikationen kommen. Dazu gehören Über- oder Unterkorrekturen der Fehlsichtigkeit, eine Infektion der Hornhaut, eine Blendungsempfindlichkeit oder Narbenbildung.
Lasik ist jedoch weltweit anerkannt und gehört zu den meist durchgeführtesten Operationen. Auf der ganzen Welt findet dieses Verfahren Anerkennung und gewinnt immer mehr an Popularität, da nach einer solchen Behandlung auf die Brille oder Kontaktlinsen verzichtet werden kann. Ein beliebtes Ziel der Augenlaser-Patienten ist die Türkei. Lasik in Istanbul ist bei Google bereits ein sehr beliebtes Suchwort. In der Türkei, insbesondere in Istanbul finden sich viele gute Lasikärzte, die sich auf die verschiedenen Augenlaserverfahren spezialisiert haben und einen großen Erfahrungsschatz vorweisen können.
Mathias Weber