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CFDs (
Contract of Difference), zu Deutsch Differenzkontrakte, zählen zu den derivativen Finanzinstrumenten. Das heißt, ihr Preis richtet sich nach den Preiserwartungen anderer Investments. Konkret handelt es sich bei CFDs um laufzeitunabhängige Vereinbarungen, deren Wert steigt oder sinkt, wenn der aktuelle Kurs eines Wertpapiers vom vorherigen Einkaufspreis abweicht. Wenn ein CFD, zum Beispiel auf einer Microsoft-Aktie basiert, und der Kurs dieser Aktie steigt, dann steigt automatisch auch der Wert des CFD. Umgekehrt sinkt der Wert des CFD, wenn der Kurs der Microsoftaktie fällt.
Der Hebeleffekt im CFD-Markt
Wenn der Wert eines CFDs also unmittelbar mit dem Aktienkurs zusammenhängt, warum kauft man dann nicht die Aktie selbst? Weshalb lohnt es sich stattdessen in CFDs zu investieren? Der Unterschied besteht im Hebeleffekt. Wer mit CFDs handelt, kann den Hebeleffekt nutzen, um die Rendite zu erhöhen.
Wer eine Aktie kauft, muss selbstverständlich den vollen Preis dafür bezahlen. Wenn die Aktie also aktuell für 25 US-Dollar gehandelt wird, muss der Käufer auch 25 US-Dollar investieren. Liegt der Aktienkurs bei 100 US-Dollar, werden bei Kauf der Aktie auch 100 US-Dollar fällig. Wer hingegen in ein CFD investiert, muss nur einen Teil des gesamten Aktienpreises bezahlen. Die mögliche Rendite vergrößert sich dabei durch den „Hebeleffekt”. In der Regel bieten Börsenmakler einen Hebel von 5:1 bis 100:1 an. Mit einem Hebel von 100:1 könnte man bei einer Kursveränderung des Basiswertes um nur ein Prozent einen Gewinn von ganzen 100 Prozent erzielen. Also eine Verdoppelung des eingesetzten Kapitals. Allerdings multipliziert sich gleichzeitig mit dem Gewinn- auch das Verlustrisiko. Bei einer Kursschwankung in die entgegengesetzte Richtung kann der Investor also auch ein Vielfaches seines investierten Kapitals verlieren. Aktionärsschützer raten Klein- und Privatanlegern daher regelmäßig davon ab, in die hoch spekulativen CFDs zu investieren.
„Long“ und „Short“ gehen
Für professionelle Makler und versierte Börsen-Investoren bieten die CFDs jedoch auch in zu Zeiten der Rezession gute Chancen auf lukrative Gewinne. Denn mit den Differenzkontrakten ist es möglich, sowohl auf steigende Kurse (hier spricht man von „Long gehen”) als auch auf fallende Kurse („Short gehen”) des Basiswertes zu spekulieren. Das heißt, man kann an einer Aktie nicht nur Geld verdienen, wenn das dazugehörige Unternehmen profitabel ist, sondern auch, wenn der Aktienkurs fällt. Geht man also „Long“ in eine Aktie, profitiert man wie gehabt vom steigenden Kurs und verliert bei fallendem. Geht man jedoch „Short“ in die Aktie, verkehrt sich das Gewinn-Verlust-Prinzip. Der Investor profitiert in dem Moment, in dem die Kurse fallen und verliert, wenn die Aktie an Wert zulegt.