Schneller, höher, weiter: Mit dem Lebenswandel hat sich auch unser Essverhalten stark verändert. Ob Mikrowelle oder Lieferservice, Pizza, Döner oder Sushi – eine entscheidende Frage drängt sich auf:
Versorgen wir uns überhaupt ausreichend mit Nährstoffen?
Die Antwort liefert die Nationale Verzehrsstudie II. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz wollte es genau wissen. Deshalb hat es über ein Jahr lang das Ernährungsverhalten von 20.000 Deutschen im Alter von 14 bis 80 Jahren beobachtet und analysiert. Sämtliche Ergebnisse finden Sie auf der offiziellen Website zur Studie unter www.was-esse-ich.de
Wir haben eine aufschlussreiche Auswahl davon für Sie zusammengestellt
- In Deutschland sind 66% der Männer und 51% der Frauen übergewichtig.
- 68% der Männer und 75% der Frauen erreichen die empfohlene Zufuhr an Ballaststoffen nicht, die unter anderem das Sättigungsgefühl und die Darmfunktion fördern.
- 1,6% der Deutschen geben an, Vegetarier zu sein.
- Haben Männer eine Partnerin, neigen sie viel häufiger zu Übergewicht, als wenn sie alleine leben. Bei den Frauen gibt es hier keinen Unterschied – bis sie verheiratet sind.
- Zwei Drittel der Frauen und ein Drittel der Männer kochen gut bis sehr gut.
- 79% der Männer und 86% der Frauen unterschreiten den Richtwert für Folsäure, die eine wichtige Rolle für die Gesunderhaltung der Gefäße spielt.
- Männer essen doppelt soviel Fleisch wie Frauen.
- Der Durst stimmt! Die empfohlenen 1,5 Liter am Tag werden mehr als erreicht und das sogar vorbildlich – mit viel Wasser.
- Die empfohlene Menge an Vitamin D, das für Knochen, Muskeln, Zellen und Zähne wichtig ist, wird von 82% der Männer und 91% der Frauen nicht erreicht.
Das Fazit:Die Mehrheit der Deutschen ist nicht ausreichend mit Folsäure, Vitamin D und insbesondere mit Ballaststoffen versorgt. Dieses Ergebnis zeigt, wie schwierig es für die meisten ist, sich regelmäßig ausgewogen zu ernähren.
Tipps für eine gesunde ErnährungReichlich Obst und Gemüse:Geben Sie diesen kalorienarmen Lieferanten von Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen so oft wie möglich den Vorzug. Haben Sie beispielsweise immer einen Apfel griffbereit. Damit lässt sich zwischendurch der kleine Hunger stillen – auf gesunde Weise.
Schlauer Einkaufen:Gehen Sie ohne Hektik und vor allem nicht mit einem Loch im Magen Einkaufen. Nehmen Sie sich die Zeit, die Packungsinformationen zu lesen – und überraschen Sie sich hin und wieder selbst. Variieren Sie und probieren Sie Neues aus! Das bringt nicht nur Spaß, sondern auch Abwechslung in Ihren Nährstoffhaushalt.
Weniger Fleisch:Verzichten Sie im Rahmen einer gesunden Ernährung hin und wieder auf Fleisch und Wurst.
Öfter Vollkornprodukte:Sie müssen sich den leckeren Käse nicht verkneifen, aber belegen Sie damit doch mal eine Scheibe ballaststoffreiches Vollkornbrot statt schnell verdautes Weißbrot.
In Maßen genießen:„Wenn du merkst, du hast gegessen, dann hast du schon zu viel gegessen." Rufen Sie sich immer mal wieder dieses Zitat von Sebastian Kneipp in Erinnerung. Alles ist erlaubt. Aber in Maßen.
Die Gesundheits-Pionier Sebastian Kneipp's lebenslangen naturheilkundlichen Studien bildeten den Grundstein im Jahre 1891 für die Entstehung und Entwicklung der Kneipp-Gruppe. Die Kneipp-Gruppe ist eine unabhängige Abteilung der Hartmann-Gruppe, die weltweit tätig ist. Neben dem klassischen Angebot von Chemikern, verteilt die Kneipp-Gruppe ihre Produkte hauptsächlich über Drogeriemärkte und den Lebensmitteleinzelhandel. www.kneipp.de