Rohstoffe haben sich in den letzten Jahren kontinuierlich verteuert. Zu diesen Rohstoffen zählen auch zahlreiche Metalle wie Eisenerz, Kupfer, Gold, Silber, Platin, aber auch verarbeitete Stoffe wie Eisen und Aluminium. Eine Folge dieser Preisentwicklung ist, dass
Schrottpreise ebenfalls stark angestiegen sind.
Ein Grund für den rasanten Anstieg ist vor allem die gestiegene Nachfrage, die durch Schwellenländer wie Indien und China getrieben ist. So ist in Indien beispielsweise Gold eine weit verbreitete Form der Geldanlage und Goldschmuck ist in diesem Land sehr begehrt, da er als Statussymbol gilt. So ist fast ein Drittel der gesamten Jahresproduktion an Gold im letzten Jahr nach Indien geliefert worden. Auch die verarbeitende Industrie in China benötigt viele Rohstoffe, um Güter wie Automobile und andere Dinge zu produzieren.
Ein weiterer Grund für die hohen Schrottpreise ist das gesunkene Angebot. Mit dem Fall des eisernen Vorhangs sind viele, teilweise veraltete Produktionsanlagen in Osteuropa nicht mehr rentabel gewesen und viele Fabriken wurden geschlossen. Die Demontage dieser Anlagen hatte zur Folge, dass Anfang bis Mitte der 90er Jahre viel Schrott auf den Markt kam, was die Preise zunächst Purzeln lies. Dieses Angebot an Schrott fällt jetzt weg.
Die Schrottpreisentwicklung bewirkt mancherorts seltsame Folgeerscheinungen. So ist in einigen Regionen zu beklagen, das ganze Gleisanlagen gestohlen werden, um sie als Altmetall zu verkaufen oder das Kupferleitungen entwendet werden, weil Kupfer ein begehrtes Altmetall ist.