Hamadi Ben Mohammed Ben Brahim Ouaili
Wandel einer Urlaubsreise zu eine Geschäftsbeziehung mit bösen Folgen.Warnung für Tunesienurlauber und für Leute,die eine Geschäftsbeziehung in Tunesien eingehen möchten 2007 wurde ich als Urlauber in meinem Hotel von einem Tunesier angesprochen und mir wurde ein Geschäftsangebot unterbreitet.
Ich sollte nach Unterzeichnung eines Geschäftsvertrages (Gründung einer Firma und Ankauf von Anteilen an einem florierenden Reitstall) bei einem tunesichen Notar Teilhaber des Reitplatzes mit sämtichen Rechten und Pflichten werden.
Der Reitplatz liegend in Yasmin Hammamet (bei Google Earth an der Straße, die mit P1 bezeichnet ist) wurde mit den Eigentümern und zwar- Herr Ridha Ben Mustapha Daoud Ouaili, wohnhaft in Beni Ouael-Hammamet und Herrn Hamadi Ben Mohammed Ben Brahim Ouaili, wohnhaft in Birbou Regba -besichtigt. Der Bestand von Tieren und Inventar wurde festgestellt.
Danach erfolgte in einem renomierten Hotel in Hammamet (Hotel Lella Baya), welches ebenfalls einen Vertrag mit dem Inhaber des Reitplatzes hatte (Aufstellen von Reklametafeln und Vermittlung von Touristen) die Übergabe meiner zu erbringenden finanziellen Einlage in bar.
Nach einem Jahr, als die zugesagten monatlichen Gewinnausschüttungen fließen sollten und diese ausblieben, musste ich leider feststellen, dass es sich bei den Herren Ouaili um Betrüger handelt. Ich bat dann die tunesiches Botschaft in Berlin um Hilfe. Durch diverse Schreiben und Telefonate konnte erreicht werden, dass beide Herren Ouaili vor Gericht ein Schuldanerkenntnis hinsichtlich meiner erbrachten Einlage abgaben und verurteilt wurden, den Betrag an mich zurückzuzahlen.
Da die Rückzahlung, zu welcher die beiden Herren Ouaili verurteilt wurde trotz mehrfacher Aufforderung ausblieb, wandte ich mich nochmals an die Botschaft, die wiederum Hilfe zusagte. Die Botschaft schrieb mir dann, dass ich Sie von eventuellen Fortschritten bzw. Zahlungen unterrichten möchte, da die Botschaft ebenfalls ein Interesse an der Erledigung der leidigen Angelegenheit hatte. Nach den Unruhen in Tunesien wurde ich nun von der tunesichen Botschaft mit den Worten:"Versuchen Sie es mit einem Anwalt in Tunesien.", abgewiesen. So kann man wirtschaftlichen Beziehungen nur schaden.
Da die Botschaft nunmehr ihre Hilfe verweigert, gehe ich davon aus, dass ich meine Einlage trotz gerichtlichem Schuldanerkenntnis und Verpflichtung zur Rückzahlung, abschreiben muss. Deshalb möchte ich hiermit alle ausdrücklich warnen, die die Absicht haben, geschäftliche Beziehungen mit Tunesiern einzugehen. Auch ein notarieller Vertrag und ein Gerichtsurteil schützen nicht vor eigenen finanziellen Verlusten. Trozt alledem habe ich meinen Wunsch, meinen Lebensabend in Tunesien zu verbringen, noch nicht ganz aufgegeben.
Peter Grün