Jedes Unternehmen handelt. Ist das, womit ein Unternehmen handelt, etwas Physisches, dann handelt es mit Waren. Waren bilden für ein solches Unternehmen den Kern seiner Tätigkeit. Daher sind Waren auch in allen Untenehmensbereichen in verschiedener Form "anwesend". Im Lager haben sie einen Lagerort, eine Bestellnummer, einen Bestand. In der Buchhaltung haben sie eine Liefernummer, eine Rechnungsnummer, eine Reklamationsnummer. Im Verkauf haben sie eine Auftragsnummer und in der Versandlogistik eine Versandnummer. Hinter allen diesen Nummern verbirgt sich die Ware.
Ein Warenwirtschaftssystem ist deshalb vereinfacht gesagt eine Software, die alle Unternehmensprozesse aus Sicht der Ware beschreibt. Ziel ist es, zu einer bestimmten Ware jederzeit alle relevanten Informationen abrufen zu können. Wo steht sie? Wieviel haben wir auf Lager? Wieviel wurde geliefert? Wieviel wurde an Kunden ausgeliefet? Wo befindet sich die ausgelieferte Ware? Wurde die Ware schon bezahlt? Dadurch können zum einen Unternehmensprozesse vereinfacht werden, zum anderen Fehlerquoten innerhalb solcher Prozesse reduziert werden.
Das Stichwort "Inventur" veranschaulicht die Vereinfachung von Prozessen durch ein Warenwirtschaftssystem. Hier findet so etwas wie eine permanente Inventur statt, da der Warenbestand bei jeder Transaktion erfasst wird. Zum anderen verhindert diese umfassende Information auch, dass beispielsweise an eine Kunden Ware ausgeliefert wird, der für alte Lieferungen noch nicht bezahlt hat. Oder dass vom Außendienst Bestellungen aufgenommen werden, ohne dass die anvisierten Lieferzeiträume eingehalten werden könnten. Ein Warenwirtschaftssystem schafft Transparenz. Informationen werden für jeden zugänglich und das Handeln kann dadurch effizineter gesteuert werden.
eEvolution® ist ein Beispiel für ein Warenwirtschaftssystem.
Thorben Schmidt