Wanja Belaga/Carola Heider-Leporale
Hannoversch-Münden, 29. November 2009. Carola Heider-Leporale.
Wanja Belaga baut Luftschlösser auf Wolke 7.....so lautete am Sonntagvormittag das Motto der Eröffnungsvernissage seiner Ausstellung von neuen Bildern in der „Galerie Dreiklang" in Hannoversch Münden. Die "Galerie Dreiklang" wird dort seit dem Jahr 2003 von der Malerin Dr. Nina Geling und dem Bilderhauer Ekkehard Bouchon geführt. Nach der Begrüßungsrede von Ekkehard Bouchon in der er über den Künstler Wanja Belaga erzählte, der in München Kunst studiert hat, eröffnete dieser die Veranstaltung mit Improvisationen am Flügel und anschließender Lesung von kleinen Anekdoten, eingerahmt in Töne und Farben. Viele fragen sich an diesem Mittag: Wie soll man ihn eigentlich nennen - einen Musiker, Maler oder Schriftsteller?
Doch er ist einfach ein Multi-Künstler der genau weiß wie man das Publikum begeistert, das auf der Suche nach dem Besonderen ist. Am Flügel sitzend geht er in sich, bereit die kommenden Töne aus den Tasten heraus zulassen. Weder er als Pianist noch die Zuhörer wissen, welche Melodie sich im Laufe eines Stückes dort zusammenfügt, ähnlich einem Maler der mit seinem Pinsel noch vor leerer Leinwand steht. Der geübte Zuhörer empfindet es sicher als eine Mischung aus Jazz, Blues und Klassik. Selbst wer hier vielleicht noch zögerlich war, für den springt spätestens zu dem Zeitpunkt der Funke vom Künstler über, als er charmant und fast spitzbübisch mit dem ihm ganz eigenen russisch-bayrischem Dialekt Anekdoten aus seiner Sammlung das "Moskauer Panoptikum" vorträgt. Das sind kleine Geschichten die für ihn das Leben geschrieben hat. Erinnerungen an seine bewegte Kindheit in Moskau und man merkt die Begeisterung die aus ihm spricht, es sprudelt nur so aus ihm heraus. Und ob es die Geschichte der „einsamen Salamiwurst", „Goldstein und die Fleischbuletten" oder aber die Zugabe „Warum Bach ein Gott ist", all diese kleinen Anekdoten trägt er vor als sei es gestern gewesen. Mit ganz viel Applaus und großer Nachfrage nach der Anekdotensammlung verabschiedete das Publikum den Musiker, Maler und Schriftsteller aus der Veranstaltung. Im Anschluß an den offiziellen Teil stand Wanja Belaga noch gern all den fachlich interessierten Besuchern Rede und Antwort zu seinen ausgestellten Bildern und der Kunst. Wir hoffen, daß das „Moskauer Panoptikum" möglichst bald im Buchhandel erscheint.
Die Bilderausstellung von
Wanja Belaga ist noch
bis zum 25. Januar 2010 in der „
Galerie Dreiklang" zu sehen. Alle dort ausgestellten Bilder stehen selbstverständlich auch zum Verkauf.
Weitere Informationen erhalten Sie unter:
www.galerie-dreiklang.dewww.wanjabelaga.netReportage: Carola Heider-Leporale
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