Für eine ansprechende Wandbegrünung eignen sich besonders gut die vielfältig verfügbaren Kletterpflanzen. Mit ihnen erhält man nicht einfach nur eine optische Verschönerung trister Wandflächen, sondern auch praktische Zusatznutzen. So bieten sie eine gute Wärmedämmung, einen Sonnenschutz und ebenso einen Lärmschutz. Während man die einjährigen und oftmals sehr schön
blühenden Kletterpflanzen besser an Spalieren im Garten einsetzt, sollte man an Häuserwänden besser mehrjährige, immergrüne Kletterpflanzen einsetzen, die winterhart sind.
Zur Begrünung von Hauswänden in Mitteleuropa ist die Jungfernrebe (Parthenocissus) gut geeignet. Sie klettert mit Hilfe von Haftscheiben, die sich an den Trieben bilden, dank der Haftschalen kann sie auch an sehr glatten Fassaden empor ranken und benötigt keine Rankhilfe. Entscheidet man sich für die fünfspitzige Jungfernrebe so kann man sich im Herbst an ihren wunderschönen rot gefärbten Blättern erfreuen.
Eine besonders schöne Pflanze ist die Passionsblume, die mit einer wunderschönen Blütenpracht beeindruckt. Sie gehört zu den Passionsblumengewächsen, die ihren Ursprung in Südamerika haben und etwa vierhundert Sorten umfassen. Passionsblumen sind mehrjährig, jedoch nur bedingt winterhart, so dass sie zum Überwintern in einem Innenbereich gebracht werden sollte. Für die Wandbegrünung ist die
Passionsblume (Passiflora) daher nur in wärmeren Regionen zu empfehlen.
Ebenfalls sehr beliebt als Kletterpflanze ist der Efeu (Hedera helix), der mit seinem starken und dichten Wuchs innerhalb kürzester Zeit eine Hauswand bewachsen kann. Efeupflanzen und insbesondere die Haftwurzeln sind sehr robust. Möchte man den Efeu wieder von der Wand entfernen, ist dies am besten mit einem Gasbrenner möglich. Dabei werden die Haftwurzeln ausgeglüht und anschließend abgebürstet.
Wenn man Kletterpflanzen zur Fassadenbegrünung einsetzen möchte, muss man sich im Klaren darüber sein, dass die Pflanzen auch Lebensraum für verschiedene Tiere, unter anderem auch Spinnen, sein kann.