Die Preisträger der Wago-Stiftung 2010
Sondershausen (mxm). Seit 1998 ehrt die von Seniorchef Wolfgang Hohorst ins Leben gerufene WAGO-Stiftung die Besten eines Ausbildungsjahres, deren Ausbildungsbetrieb in der Metallverarbeitenden Industrie und Elektrobranche im nordthüringischen Kyffhäuserkreis und im westfälischen Landkreis Minden-Lübbecke liegt. Diese ungewöhnliche Konstellation ergibt sich aus der Geschäftsstruktur: in Minden hat das Familienunternehmen seinen Stammsitz und im thüringischen Sondershausen den modernen Produktionsstandort der weltmarktführenden WAGO-Klemmen.
Geschäftsführer Sven Hohorst konnte auf der Festgala im Achteckhaus des Schlosskomplexes Sondershausen auch in diesem Jahr wiederum Erfreuliches berichten: Erstmals wurden gleich 13 Absolventen aus 6 Berufen von der Industriekauffrau bis zum Werkzeugmechaniker geehrt, unter ihnen erstmals 4 Mädchen. Neun Preisträger stellte die Firma WAGO. Für 2011 kündigte Hohorst die Ausdehnung des Aktionsradius' der Stiftung auf den benachbarten Landkreis Nordhausen an. Das erhöht die Attraktivität des begehrten Förderpreises und gibt zudem noch mehr Auszubildenden in Nordthüringen die Möglichkeit, mit besonderem Engagement und Leistungsbereitschaft zu überzeugen.
In drei Berufen hatten in diesem Jahr die Mädchen die Nase vorn und holten jeweils die mit 1500 Euro dotierten ersten Preise: Stefanie Klitscher (WAGO) siegte in der Fachrichtung Industriekauffrau/-mann, Julia Guschin (Sumitomo) gewann bei den Technischen Zeichnern/in und Kathrin Lutze (WAGO) zeigte den Jungen, dass auch ein Mädchen in einer sogenannten Männerdomäne wie Werkzeugmechatroniker/in- Spezialrichtung Stanztechnik- mit Bravour bestehen kann.
Im vergangenen Jahr waren es noch 11 Förderpreisträger, davon 2 Mädchen. Tendenziell sind die Azubis von WAGO am stärksten unter den Geehrten vertreten, aber auch andere mittelständische Firmen des Kyffhäuserkreises wie die Sumitomo (SHI) Demag Plastics Machinery GmbH Wiehe und die ISS Industrie-Service Sondershausen GmbH Sondershausen holen auf und überzeugen mit Leistung.
Der Vorstand der Stiftung besteht aus Vertretern der IHKs Ostwestfalen und Erfurt sowie der Kreishandwerkerschaften der beiden Landkreise einschl. eines Mitgliedes der WAGO-Geschäftsführung und entscheidet gemeinsam über die Preisträger. Gefördert werden vor allem Leistungsbereitschaft, Selbstmotivation und eigenständiges, verantwortungsvolles Handeln im Team.
Besonders in Zeiten des demografischen Wandels kommt der gezielten und umfassenden Förderung des gut ausgebildeten und hoch motivierten Fachkräftenachwuchses eine besondere Bedeutung zu, betonte Sven Hohorst in seinem Grusswort.
Die Stiftung sieht sich dabei als positive Herausforderung und Ansporn für Jugendliche, nicht nur einen Ausbildungsberuf zu ergreifen, sondern auch mit Leistungswillen und Tatkraft der Azubis für die eigene berufliche Zukunft unterstützend zu fördern, um den Grundstein für die weitere berufliche Entwicklung zu legen. Seit ihrer Gründung konnte die WAGO- Stiftung bereits über 200 Auszubildende mit einem Förderpreis ehren. Ende Oktober sind gleich 13 glückliche Preisträger dazugekommen.
Als besondere Überraschung verkündete Sven Hohorst die Unterstützung der musikalischen Ausbildung an der Partnerschule, der Staatlichen Regelschule Franzberg Sondershausen, mit 1000 Euro, deren junge Musiktalente die musikalische Umrahmung der Festveranstaltung gestalteten.
Die WAGO Kontakttechnik GmbH & Co KG ist der größte Arbeitgeber im strukturarmen Kyffhäuserkreis und der viertgrößte unter den gewerblichen Arbeitgebern in ganz Thüringen. 2008 wurde das Unternehmen bei einer bundesweiten Umfrage unter Unternehmensmitarbeitern und Kunden unter die 100 besten Arbeitgeber Deutschlands gewählt. Derzeit sind ca. 1200 Mitarbeiter, darunter 87 Auszubildende, am Standort Sondershausen beschäftigt.
Text und Bilder: Maxxomedia.PR
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