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Vorsorgestrategien - Nicht zögern, einfach anfangen

Autor: MagdaD | Erstellt am: 16.12.2007 | Gelesen: 3390
Kategorie: Geld - Versicherung & Vorsorge | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Altersvorsorge ist gar nicht so schwierig, wenn man ein paar Grundprinzipien beherzigt. Je nach eigener Lebenslage sollte man dabei unterschiedlich vorgehen. Aber für den Einstieg ist es nie zu spät.

vorsorgestrategienEs könnte alles so schön sein: Mitte 20 mit Top-Uni-Examen in der Tasche ins Berufsleben einsteigen, richtig Karriere machen, viel Geld verdienen und auch sparen und dann mit Anfang 50 den Ruhestand in Wohlstand irgendwo in Europas Süden genießen. Das echte Leben sieht leider meist nicht so rosig aus. 41 Prozent aller Berufstätigen in Deutschland halten ihre heutige private Altersvorsorge für nicht ausreichend, so eine aktuelle Studie der Postbank mit dem Institut für Demoskopie Allensbach. Wie viel Geld man monatlich für den eigenen sorgenfreien Ruhestand ansparen müsste – auf diese Frage weiß fast die Hälfte der Befragten keine Antwort.
 

Der erste gesparte Euro ist der wichtigste

Dabei kann man unter Beachtung einiger Grundprinzipien die richtigen Weichen stellen, um im Alter ein gutes Auskommen zu haben. „Je früher mit der privaten Vorsorge begonnen wird, desto besser", so Merten Larisch, Altersvorsorgeexperte der Verbraucherzentrale (VZ) Bayern. Hinter diesem Vorschlag steckt eine simple Erkenntnis: die Wirkung des Zinseszinseffekts.
 
Danach ist der erste gesparte Euro der wichtigste. Nach Berechnungen der VZ Bayern benötigt man für die Bildung einer Zusatzrente von 400 Euro pro Monat (Laufzeit 25 Jahre) zum Rentenstart etwa 100 000 Euro Verrentungskapital. Dafür muss man bei vier Prozent Ansparverzinsung nach Kosten über 40 Jahre lang monatlich 86 Euro aufbringen. Wer nur 20 Jahre Zeit hat, muss schon 274 Euro zurücklegen. Doch ein 45-Jähriger sollte jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken. „Jede Zeit ist die beste Zeit, sich mit seiner Altersvorsorge zu befassen, man muss nur den Anfang wagen", macht Larisch Mut.
 

Wie kann man nun am besten vorsorgen?

Eine einheitliche Strategie für alle Lebenslagen gibt es nicht, Altersvorsorge ist vielmehr eine individuelle Angelegenheit. Sie kommen daher nicht darum herum, einen auf Ihre Bedürfnisse und Möglichkeiten zugeschnittenen Fahrplan zu entwickeln. Der richtige Weg hängt von vielen Faktoren ab: Die wichtigsten sind das Lebensalter und somit die Zeit bis zum Ruhestand, die Lebensumstände wie die Familien- und Vermögenssituation sowie die eigenen Ziele und Wünsche. Dazu zählt auch die Überlegung, wie komfortabel man im Alter leben möchte – und worauf man dafür heute verzichten kann und mag. Daneben muss man die eigene Risikoneigung beachten. Denn wer nachts nicht schlafen kann, wenn eine Geldanlage mal im Minus notiert, sollte anders investieren als jemand, dem das nichts ausmacht. Bei der Vermögensbildung gilt die Faustregel: Je jünger und ungebundener jemand ist, desto risikoreicher darf sein Anlagemix ausfallen. Denn auf längere Sicht können temporäre Kursverluste wieder mehr als ausgeglichen werden.
 

Nur den „GAU" unbedingt versichern

Doch die ausgefeilteste Anlagestrategie nützt gar nichts, wenn man sich nicht zuvor gegen Existenzbedrohende Risiken abgesichert hat. Die wohl wichtigste Einzelversicherung in jeder Lebensphase ist die Privathaftpflicht. Grundsätzlich haftet jeder Bürger mit seinem Gesamtvermögen für Schäden, die er anderen zufügt. Wer im Fall des Falles ohne Versicherungsschutz dasteht, dem droht schnell der finanzielle Ruin. Doch so wichtig diese Police ist: Nur gut 70 Prozent aller Haushalte verfügen nach einer repräsentativen Umfrage über diesen Schutz. Eine Hausratversicherung dagegen haben gut 78 Prozent abgeschlossen. Auch die eigene Arbeitskraft ist oft schlechter abgesichert als die Stereoanlage. Dabei ist gerade eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) für Berufstätige unverzichtbar.
 
Versicherungsschutz sollten Sie nach dem GAU-Prinzip aufbauen. Das heißt, Sie sollten den ‚Größten Anzunehmenden Unfall unbedingt absichern", so Elke Weidenbach, Versicherungsexpertin der VZ Nordrhein-Westfalen. „Dazu zählen die Risiken Tod, Invalidität und Haftpflicht." Neben der Haftpflicht- und der BU-Police ist auch die Krankenversicherung ein Muss. Andere Policen sind je nach Lebenslage mal empfehlenswert, mal hinausgeworfenes Geld (siehe Tabelle unten).
 

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Magda D.
 
 
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