
Sie werden vor allem aufgrund ihrer unnachahmlichen scharfen Klingen, die Fleisch, Fisch und Gemüse wie Butter zerteilen, geschätzt: Echte
japanische Messer. Die Betonung liegt hier auf "echt", denn in den letzten Jahren gelangen immer mehr Fake-Japanmesser aus China oder Thailand auf den europäischen Markt, die es in punkto Qualität, ergo Schärfe und Lebensdauer, bei weitem nicht mit ihren japanischen Kollegen aufnehmen können. Doch was macht die Messer aus Japan so besonders? Zum einen ist es der verwendete Stahl,der härter ist als bei konventionellen Messern. Dieser sogenannte Damaszener-Stahl wird in mehreren Schichten aus unterschiedlich harten Stahl in der Messerklinge verarbeitet. Dies gewährleistet die Stabilität und gleichsame Flexibilität der Messer.
Die Techniken der traditionellen japanischen Messerherstellung wurde in den japanischen Messermanufakturen von Generation zu Generation weitergegeben und sukzessive verfeinert. Ein echtes japanisches Messer wurde in stundenlanger Präzisionsarbeit per Hand hergestellt, dies erklärt die teilweise enorm hohen Preise, über die sich viele potentielle Käufer oft wundern.Dies ist auch einer der Punkte, an dem Sie ein original japanisches Messer erkennen, denn eine japanische Signatur kann auch in China eingeprägt worden sein: Der Preis. Ein Japanmesser aus einer der traditionsreichen japanischen Messermanufakturen bekommt man selten für unter 50 Euro, oft sind sie wesentlich teurer, nach oben hin sind eigentlich keine Grenzen gesetzt.. Zudem muss man etwaige Zusatzanschaffungen bedenken, denn für den schliff eines Japanmessers ist herkömmlicher Schleifstein gänzlich ungeeignet, hier muss es ein japanicher Wasserstein sein, der auch mit 60-70 Euro zu Buche schlägt.
Doch bedenken Sie: Echte japanische Messer sind meist eine Anschaffung fürs Leben - und bürgen entgegen der Versionen aus anderen Ländern für über Jahrhunderte hinweg verfeinerte höchst mögliche Qualität und Schärfe.
Oliver Krumes