Von der Liebe, die frei macht
Jesus starb am Kreuz für unsere Sünden – so die Aussage weltlicher und kirchlicher Machthaber über 2 Jahrtausende. Ausgiebige Forschungen an Hand von aramäischen, arabischen, persischen, koptischen und christlichen Dokumenten führten den Autor aber zu einer ganz anderen Version der Kreuzigung: Könnte es sein, dass Jesus nicht am Kreuz starb? Könnte es sein, dass er seine Umwelt mit einem ausgefeilten Plan täuschte, um seine eigentliche Mission unbehelligt zu erfüllen?
Der Autor schildert in diesem spannenden Buch die geheime Geschichte der Kreuzigung: Jesus entkam seinen mächtigen Verfolgern, indem er entschlossen, weise und vorausschauend handelte. Durch die Illusion seiner Umgebung, er sei tot, konnte er endlich sein Hauptanliegen verfolgen. Er brachte den Menschen bei, ihre Seelensubstanz zu entwickeln und sich von egoistischen Anhaftungen zu lösen, um Einheit mit dem Schöpfer zu erreichen. Seine Botschaft: Die Erlösung liegt in deiner eigenen Hand, lerne den Weg der Liebe.
Eine faszinierende und zugleich überraschende Darstellung der Ereignisse, die in dieser Weise noch nie beschrieben wurden.
Auszüge aus dem Buch:Aus dem Vorwort von Willem Glaudemanns
Dr. Seyed Azmayesh stellt in diesem neuen Buch eine wichtige Frage: was geschah wirklich bei der Kreuzigung? Vielleicht kann diese Frage niemals endgültig und zufriedenstellend beantwortet werden, doch verdient jeder, der es wagt, dieses Thema in den Mittelpunkt seiner Forschungen zu stellen, unseren tiefsten Respekt. Die Schilderungen von Azmayesh lesen sich wie eine Kriminalgeschichte, in der alle zugänglichen und bekannten Daten genauestens unter die Lupe genommen werden und einen völlig neuen Zusammenhang offenbaren. Und wie es der Fall bei jedem brillanten Detektiv ist, können wir nur von der Wahrscheinlichkeit seines Vorschlages überzeugt sein: was ist, wenn es sich wirklich so abgespielt hat, was ist, wenn diese Rekonstruktion stimmt? Dann müssen wir unsere ganzen Ansichten ändern, angefangen mit den Vorstellungen, die wir von Jesus und Judas haben. Und ob wir diese herausfordernde Sicht annehmen können, hängt von unserer Fähigkeit und unserer Bereitschaft ab, unseren Glauben zu erweitern. ...
Aus der Einführung
Ziel dieses Buches ist es, die allgemeine Meinung über die Kreuzigung zu untersuchen. Mit der „allgemeinen Meinung" bezeichnen wir die Annahme, dass ein Schüler von Jesus namens Judas ihn verraten und an die Römer ausgeliefert hat, die Jesus gemäß dem Willen der führenden Juden jener Tage gekreuzigt haben. Jesus soll am Kreuz gestorben und nach drei Tagen auferstanden sein. Grob gesehen kann man diese Version aus den vier kanonischen Evangelien (nach Markus, Johannes, Lukas und Matthäus) ableiten. Sie stellt im Allgemeinen die Erklärung der offiziellen Kirchen dar. In Grundzügen stellt dies dar, was die meisten Menschen über die Kreuzigung denken. Es ist eine der Säulen christlichen Glaubens. Über Jahrhunderte ist diese Ansicht durch die Kirche vertreten worden und hat die Geschichte der Menschheit bis zum heutigen Tag zutiefst beeinflusst. ...
Aus dem Kapitel Liebe und Schuld
Eines der Themen, die für Jesu Schüler von großem Interesse war, war die Frage nach der Herkunft ihres Lehrers. Sie fragten ihn: „Woher kommst du?" Denn es steht geschrieben, dass der Christus von einem unbekannten Ort kommt. Niemand kannte seinen Ursprung. Die Priester sprachen zum Volk: „Wir wissen, aus welcher Familie er stammt. Wir kennen seinen Vater, seine Mutter, seine Brüder und seine Schwestern. Also wissen wir, woher Jesus kommt. Daher lügt er, wenn er vorgibt, der Christus zu sein." Aus diesem Grund verließ Jesus seinen eigenen Geburtsort: „Niemand kann in seiner eigenen Heimat Prophet sein." Unter seinen Schülern war er folgenden Arten von Fragen ausgesetzt: „Was ist dein Ursprung? Woher kommst du?" In den nächsten Versammlungen stellte Jesus sich seinen Gefährten vor. ...
Aus dem Kapitel Judas und Jesus
„Der Mann, der Jesus deckte" sollte durch die Hand von Jesus Vertrautem an die Römer und Pharisäer ausgehändigt werden. Judas vollbrachte seine Aufgabe in Übereinstimmung mit den Anweisungen seines Meisters, obwohl er selbst den Grund für seine Handlung nicht ganz nachvollziehen konnte.
Und wir haben einen zweiten Beweis: woher wusste Judas, an welchen Ort er die Soldaten bringen sollte? Das ist nicht klar. Es scheint wie ein Wunder oder wie eine Art starker Telepathie, wenn wir glauben, dass Judas nicht von Jesus erfuhr, wohin er in jener Nacht gehen sollte. Wir müssen sachlich und neutral schauen, um zu akzeptieren, dass Jesus alles nach einem umfassenden Plan durchführen ließ. Wir haben vorher erwähnt, dass Jesus sehr viel in Bewegung war, von Ort zu Ort zog, ohne von seinem Ziel zu sprechen. Seine Handlungen waren sehr verborgen. Daher wäre es nicht logisch anzunehmen, dass er jenes Haus zweimal verlassen, seinen Aufenthaltsort viele Male gewechselt hatte und Judas dennoch durch puren Zufall an genau den gleichen Ort kam, wo sich Jesus zu der Zeit aufhielt.
Es bleiben uns jetzt nur noch zwei logische Möglichkeiten:
- Judas war ein sehr fähiger Telepath, der eine starke Herzverbindung zu seinem Meister hatte und somit seinem Meister von Ferne folgen konnte. Judas wusste, wohin Jesus gehen würde. Wenn dies der Fall gewesen wäre, hätte Judas kein Übeltäter sein können, denn ein Übeltäter würde auf jeden Fall diese Art von Herzensverbindung verlieren.
- Judas hatte den Auftrag seines Meisters, die Verfolger an jenen Ort zu bringen. Es gibt keine Alternative.
Wir bevorzugen diese letzte Möglichkeit, da sie am logischsten erscheint. In diesem Fall handelte Judas genau nach den Wünschen seines Meisters. ...
Aus dem Nachwort des Übersetzers
Zum einen haben die Leser Gelegenheit ihre Annahmen und Vorstellungen bezüglich der Kreuzigung, dem Bild von Judas und den Vorstellungen von den Absichten Jesu zu überprüfen. Zum anderen erwächst eine stärkende und Mut machende Sicht auf die Welt und das Menschsein, vielmehr auf das Mensch-Werden. Der Mensch muss sein Schicksal auf der Erde nicht passiv erleiden, er kann sich zum Gestalter seines Schicksals entwickeln. Geistig-seelische Liebe weist ihm den Weg. Sicherlich keine einfach zu verdauende Erkenntnis. Am Ende steht die Geschichte eines Christusträgers, der nicht als Landesbefreier aktiv war, sondern die Menschen lehrte ihre Seele zu befreien und ihren geistigen Wesenskern weiter zu entwickeln. Dies sind klare und im Grunde auch frohe Botschaften für eine Zeit, in der die Weltgemeinschaft sich großen Herausforderungen gegenüber sieht und das Individuum vielfältigen Angriffen und Verführungen ausgesetzt ist.
Dieses Buch bildet den Anfang einer längeren Forschungsreihe, die den spirituellen Strom der reinen Gottesliebe über die vergangenen Jahrtausende aus alten Dokumenten und aus neuen Erkenntnissen hebt und darin münden wird, den Pfad der substanziellen Entwicklung in seiner Relevanz für die Jetztzeit vorzustellen. ...
Preis: Euro 29,00MEHRABY verlagAutor: Dr. Seyed Azmayesh, Religionswissenschaftler