Universum mit dunkler und heller Materie
Betrachtet man sich unser heutiges Universum, so scheint es einen riesigen leeren Raum zu geben mit relativ wenig Materie und einem Haufen schwarzem NICHTS. Allerdings gehen auch bei renommierten Physikern einige Gleichungen nicht auf und daher kam die dunkle Materie ins Spiel, deren Masse die sichtbare Materie bei weitem übersteigt.
Überträgt man diese einstigen Erkenntnisse auf den Menschen, so schien sofort klar, dass der Schlüssel zum Mensch in seinen Genen zu suchen ist. Als Watson und Crick 1953 den Aufbau der DNA aus den Kernbasen erkannten und die Abfolge der Basenpaare als genetischen Code postulierten, so ging zusätzlich ein bedeutendes Dogma mit in die Welt – nämlich dass alle unsere Anlagen genetisch bedingt sind und durch unsere Abstammung manifestiert sind. Das bedeutete, der Mensch wäre demnach ein aus „Lego" Steinen zusammengesetzter Torso dessen Anlagen und Eigenheiten unumstößlich seien. Dabei schien klar, dass die DNA via RNA die Proteine bildet, die DNA also die alleinige Steuerungskraft ist.
Als Ende der 60er Jahre Howard Temin herausfand, dass der Informationscode Leben keine Einbahnstraße von der DNA via RNA zum Protein ist, sondern, dass auch die RNA die DNA der Wirtszelle verändern kann, fiel ein bedeutendes Dogma zur Ohnmacht des Menschen und seiner Entwicklung. 1975 erhielt Temin für die Entdeckung der Reverse Transkriptase den Nobelpreis und heute wissen ALLE, dass auch der vermeintliche AIDS Virus in dieser Weise funktioniert.
Warum ist das so wichtig?
Weil es bedeutet, dass die Evolution nicht ausschließlich von der Chemie der Gene abhängt, sondern dass die Umwelteinflüsse mit entscheiden wer oder was sie sind!
Die nächste Evolution unseres Gedankengutes entstand in den 90er Jahren als der Biologe Nijhout erkannte, dass die Gene sich nicht selbst ein- und ausschalten bzw. nicht automatisch gelesen werden. Das Vorhandensein eines Buches in einer riesigen Bibliothek impliziert in keiner Weise die Zugriffszahlen der Leser. Was also bewirkt, dass dieses Buch nun verstärkt gelesen wird?
Ein Reiz aus der Umwelt?
Ein phantastischer Gedanke, der durch viele neuere Erkenntnisse gestützt wird und der den Pharmakonzernen gänzlich unbequem ist, gibt er doch jedem die Macht über sich selbst zurück. Laut Prof. Lesch, Uni Würzburg, Psychiatrie und Psychotherapie, sind nur 1-2 % aller Erkrankungen genetisch vorbestimmt. Z.B. bei der Depression gibt es nur sehr wenige unspezifische Risikogene, allerdings kann sich deren Einfluss durch Umweltfaktoren potenzieren. Unsere Erfahrungen und Emotionen verwandelt das Gehirn in Botenstoffe, die dann zu Genschaltern werden.
Mit anderen Worten zuerst kommt die Angst und die Panik -Panikattacke- und dann entsteht ein Symptom, was z.B. in rotem Kopf, Schweißausbrüchen, Stottern u.v.a.m. zum Ausdruck kommen kann.
Das ist eine äußerst wichtige Erkenntnis, da sie uns mitteilt, dass wir und unser Denken und Handeln die Auslöser sind. Es steht uns frei, auf einen unbequemen Reiz von außen durch Angst, Schreien, Ohnmacht oder Gleichgültigkeit zu reagieren. Die wahre Souveränität der Rishis steckt in der „Gleichgültigkeit" gegenüber äußeren Reizen – für sie ist nur das INNEN interessant, verlässlich und verbindlich. Das heißt nicht, dass uns nun ALLES egal sein soll, nein, nur wir sollten es nicht zu sehr an uns heran lassen, wenn die Schwingung uns nach unten ziehen könnte. Von mehreren Seiten betrachtet kann ein vermeintlich negatives Ereignis auch positive Aspekte besitzen, die sich im Nachhinein sogar als dominant herausstellen können.
Welche Lehren stecken in dieser Denkweise?
Zunächst sollte man gleichförmig in seiner Mitte ruhen und äußere Ereignisse mit einigem Abstand beobachten und sie nicht direkt emotionalen Besitz von einem selbst ergreifen lassen. Ist das aber passiert, so heißt das nicht, dass das nicht reversibel ist. In vielen Fällen gelingt es uns aber mit dem eigenen Brett vorm Kopf nicht, die nötige Distanz zu erreichen, um die emotionalen und rationalen Aspekte ins Gleichgewicht zu bringen. Die emotionalen Reize laufen schneller und die Logik hinkt hinterher. Hat sich erst einmal ein irrationales, mitunter auch höchst unlogisches, emotionales Gefühl etabliert, so kommt der rationale Aspekt oft nicht mehr an den Kernauslöser heran, da bereits weitere emotionale Reize oder Glaubenssätze darüber gewuchert sind.
Eine schnelle Hilfe versprechen hier bestimmte Techniken aus der Hirn- und Traumaforschung, die die Funktionsweise des Gehirns zur Auflösung der unerwünschten Dauerreize nutzen. Der Hirnstamm ist der älteste Teil im Gehirn und verrichtet seine Arbeit meistens ohne unser „Bewusstsein" . Er steuert die Atmung, Blutdruck, Herzschlag usw. Die Hirnrinde ist linear logisch aufgebaut, d.h. sie empfängt Informationen aus der äußeren Umwelt und ist der rationale, „intelligente" Teil. Der dritte Hirnteil ist das limbische System, das für die Emotionen zuständig ist. D.h. alle emotionalen Aspekte wie Angst, Panik, Schrecken, Liebe und Glücksgefühle werden im limbischen System verarbeitet. Da alle Teile im Gehirn zusammen arbeiten fällt es nicht schwer zu begreifen, dass emotionale Aspekte eine Auswirkung auf unsere Physis haben können. Oft wird auch nur mit links- und rechtsseitigen Gehirnhälften argumentiert, wenn es um Vernunft und Emotionen geht. Wichtig ist, dass es nachts zu einer Nachverarbeitung der täglichen Situationen kommt. Während dieser verarbeitungsintensiven REM Phasen bewegen sich die Augen auffällig hin- und her, was z.B. beim Wingwave® Coaching gezielt hervorgerufen und zum schnellen Abbau von Angst und Spannungszuständen genutzt wird. Dabei werden blockierende Annahmen und einschränkende Glaubenssätze über sich selbst aufgelöst und in Ressourcen verwandelt.
Nach dem Motto: Zuerst war nur der Gedanke . . .