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Vom Metzger zum Juwelier

Autor: Merkel | Erstellt am: 11.11.2008 | Gelesen: 1661
Kategorie: Lifestyle - Mode & Schmuck | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Juwelier darf sich jeder nennen - auch ohne Fachbildung

Auch bei Trauringen sollte man den Fachmann fragen
Auch bei Trauringen sollte man den Fachmann fragen
Unter mangelnder fachlicher Qualifikation leidet der Kund und auch die gesammte Juwelierbranche. Halbwissen und mangelnde Ausbildung zerstören das Vertrauen in die Juweliere.

Das habe ich damals bei einem Juwelier gekauft! Diesen Satz hören wir immer wieder und dabei dreht sich mir oftmals anhand der geleisteten Arbeit der Magen um. Was viele Kunden leider nicht wissen ist, dass es keiner beruflichen Ausbildung bedarf, um sich Goldschmied oder Juwelier zu nennen. Hallo Ihr arbeitssuchenden Metzger, Schreiner oder Bäcker, sattelt doch einfach um auf Goldschmied oder Juwelier, denn nach der Qualifikation wird sowieso nicht gefragt. Während in anderen Bereichen die Vorschriften immer mehr verschärft werden, macht in unserer Branche jeder was er will. Kaffeeröster, Parfümerien und Discounter steigen in die Schmuckbranche immer mehr ein und auch auf Weihnachts- und Flohmärkten reit sich inzwischen ein Schmuckstand an den anderen. Dass dabei die Verkäufer von der ganzen Materie überhaupt keine Ahnung haben interessiert dabei keinen, doch der Leidtragende ist immer der Kunde.

Unter dem mangelden Fachwissen leidet die Beratung, der Service und auch wir als Juwelier, denn leider wird im negativen Fall nicht unterschieden wer die Ausbildung und das Fachwissen hat und wer nicht. Dann wird oft die ganze Branche verteufelt. Erst kürzlich standt ich in der Schmuckabteilung eines Kaufhauses am Großflecken in Neumünster, und die Neugier veranlasste mich einfach einmal nachzufragen, was die verschiedenen Perlen in der Auslage unterscheidet und wie die Preisunterschiede zu stande kommen. Im laufe des Gespräches versicherte mir die "Schmuckfachverkäuferin", dass es sich bei Süßwasserzuchtperlen nich um Zuchtperlen handelt. Herzlichen Glückwunsch, wenn alle Verkäuferinnen bei diesem Unternehmen so viel Ahnung haben in Bezug auf die Hauseigenen Artikel, weiß ich weshal die Kunden verwirrt sind.

Ein weiteres Beispiel ist die oft fälschlicherweise angebotene Schaumkoralle. In 90% handelt es sich dabei eigentlich um die deutlich günstigere Wurzelkoralle, welche übrigens auch nicht unter das Artenschutzgesetz fällt. Ich wünsche meiner eigenen Branche, dass der Kunde wirklich sondiert und dadurch die schwarzen Schafe ausgemistet werden. Es gibt für jeden Bereich einen Fachmann. Bei Zuchtperlen, oder Perlen allgemein ist das der Perlengutachter, der Goldschmied ist für Tätigkeiten im Gelbgoldbereich zuständig, wobei die Fasserarbeiten ein Fasser am besten macht (dann geht auch nicht der Stein kaputt). Natürlich hat Qualität auch Ihren Preis, doch bin ich überzeugt, dass der Endverbraucher inzwischen zu Arm ist um billig zu kaufen!
 
 
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comment Kommentare von Besucher !

Gepostet von Ulrich Wehpke am 16.05.2009
Die Ursache der von Ihnen zu recht bemängelten Situation, dürften wohl in den Gewohnheiten der Betreiber vieler Fachgeschäfte zu suchen sein. Langwierige Arbeit vermeiden, Kostenminimierung, Gewinnmaximierung. Man bekommt nun mal keine guten Leute zum Kurs von Lehrlingen oder Aushilfen. Darunter leiden auch die wenigen erstklassigen Werkstätten, die den Handel versorgen. Reklamiert wird immer nur der Preis. Um den Gewinn zu erhöhen,kommt es dann zu Selbsthilfeaktionen und Kunstwerken, wie an den von Ihnen beschriebenen Trauringen!

Ulrich Wehpke
Goldschmiedemeister (seit 1967)

Gepostet von Mario Sarto am 15.05.2009
Sehr geehrter Herr Merkel,
nach Durchsicht Ihres Artikels stellt sich mir die Frage, welche Qualifikationen Sie haben.
Zitat:
"der Goldschmied ist für Tätigkeiten im Gelbgoldbereich zuständig"
Das ist wahrlich etwas kurz gefasst. Ein Blick in die Ausbildungsverordnung der Goldschmiede würde Ihrem Wissen nicht schaden.
Mit freundlichem Gruß
Mario Sarto







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