Effizienz-Reserven lückenlos aufspüren und nutzbar machen – das ist
in der gegenwärtigen Wirtschaftslage für die allermeisten Unternehmen
zwingend notwendig, um das eigene Überleben zu sichern. Für
Fertigungsbetriebe heißt das, KVP- und Kaizen-Konzepte weiter zu
verfeinern oder aber mit Hochdruck einzuführen, wenn dies bisher noch
nicht geschehen ist. Nach Auffassung des REFA-Verbandes Rheinland-Pfalz
/ Saar reicht es hierzu aber keinesfalls, technische Abläufe
umzustellen und allein davon eine Ergebnisverbesserung zu erwarten. Der
Schlüssel zum Erfolg liege vielmehr darin, dass die Menschen, die in
der Produktion arbeiten, die Verbesserung zu ihrer Sache machen und die
Steigerung der Effizienz aktiv unterstützen, so die Landesorganisation
des renommierten Verbandes für Arbeitsgestaltung, Betriebsorganisation
und Unternehmensentwicklung.

„Morgen
besser sein als heute“ lautet deshalb das Motto eines völlig neuartigen
Lernkonzeptes, das REFA für Produktionsmitarbeiter und ihre
Führungskräfte entwickelt hat und das jetzt unter dem Namen
„Lernfabrik“ in den Markt eingeführt worden ist. Im Rahmen einer ein-
bis zweitägigen Veranstaltung wird ein reales industrielles Produkt mit
allen typischen Arbeitsvorgängen sowie den inner- und
außerbetrieblichen Vernetzungen hergestellt. Dadurch werden die
Beteiligten für die Zusammenhänge sensibilisiert, von denen die zu
erzielenden Produktions-ergebnisse abhängen. „Ein zentraler Effekt der
Lernfabrik besteht darin, dass die Teilnehmer die Ineffizienz vieler
Arbeitsprozesse und die damit einhergehende Verschwendung von Zeit und
Material förmlich sehen lernen“, meint Jürgen John, stellvertretender
Vorsitzender der REFA-Landesorganisation und einer der Konstrukteure
der Lernfabrik.
KVP und Kaizen sind zwar als
Produktionsphilosophie inzwischen allgemein anerkannt, aber die
Umsetzung bleibt in vielen Unternehmen weit hinter den Möglichkeiten
zurück. Im Rahmen der Lernfabrik entwickeln die Teilnehmer ein
grundlegendes Verständnis für die Idee von KVP und Kaizen und sie
entdecken konkrete Ansatzpunkte für Verbesserungen in ihrem Betrieb.
John: „Dabei wird auch klar, dass es vor allem vom Zusammenspiel harter
und weicher Faktoren abhängt, ob die Verbesserungsmaßnahmen erfolgreich
sind.“ Die eigentliche Arbeit sei natürlich mit dem Besuch der
Lernfabrik noch nicht getan, aber es entstehe eine hohe Motivation,
konkrete Verbesserungsmaßnahmen anzupacken. Deren Umsetzung wird von
REFA auf Wunsch unterstützt. Hierfür hält der Verband nicht nur
Experten für Produktionsprozesse, sondern auch für Team-arbeit, Führung
und Change Management bereit.