(acwb) „Es kann ja sein, dass ihr nicht wisst, wie es ist, immer daran zu denken, was man am nächsten Tag isst, weil vom Hartz-VI-Satz nicht mehr viel Geld übrig ist." Diese Worte richtet die siebzehnjährige Viviane Cismak aus Darmstadt zu Beginn des Schlussworts ihres kritischen Romans an die Politik der Bundesrepublik. 'Deutschlands Kinder' ist das erste Werk der jungen Autorin, welche bereits seit ihrem elften Lebensjahr das Schreiben für sich entdeckt hat. Ihr aktuelles Werk beschreibt das Leben zehn völlig unterschiedlicher Jugendlicher in Deutschland – sie alle sind Nachkommen sozial benachteiligter Familien.
Gnadenlos und kritisch schreibt Viviane Cismak von Umständen in der Gesellschaft, von Missbrauch, Gewalt und Not. Die junge Schriftstellerin versucht wachzurütteln, den Leser anzusprechen, aufzuzeigen, welche Krisen und Ängste gerade in der heutigen Zeit noch immer von vielen Kindern durchlitten werden müssen. Cismak prangert die Verschwiegenheit zu diesem Thema an – und nimmt selbst kein Blatt vor den Mund. 'Deutschlands Kinder' ist ein Buch voller Eifer und Energie, ehrlich geschrieben und es erweist sich als ebenso schockierend, wie detailliert eine noch selbst so jugendliche Autorin dieses Thema 'Armut' dem Leser nahe bringen kann. Viviane Cismaks Debüt ist ein Buch für starke Nerven – und für all diejenigen, welche die Augen vor diesem Thema nicht verschließen möchten. Das Buch ist im Wagner Verlag erschienen und bereits im Handel erhältlich.