Vitamin C kann man wirklich als Prominenz unter den Vitaminen bezeichnen. Wenn über Vitamine geredet wird, dann denken die Meisten unter uns zuallererst an das Vitamin C. Ob in der Hautpflege, Anti Aging Creme oder in der Faltenbehandlung, das Vitamin C finden wir überall. Diese Prominenz verdankt das Vitamin C nicht zuletzt dem amerikanischen Chemiker Linus Pauling, dem es immerhin gelang, zweimal Nobelpreisträger zu werden. Einmal für Chemie und das nächste Mal für den Frieden.
Er machte regelrecht Werbung für das Vitamin C, und gründete eigens ein Institut, um die Wirkungen von Vitaminpräparaten zu erforschen. Heute sind Vitaminpräparate sogar schon in der
Internet Apotheke erhältlich. Pauling sorgte dafür, dass das Vitamin C das bekannteste und am beten erforschte Vitamin wurde. Er plädierte dafür, täglich Megamengen an Vitamin C aufzunehmen. Seine Theorie was, dass das Vitamin C in großen Mengen nicht nur der normalen Erkältung, sondern auch dem Krebs vorbeugt. Ironischerweise starb Linus Pauling ausgerechnet an Krebs. Allerdings ist er auch 93 Jahre alt geworden.
Das ist aber genauso wenig eine Widerlegung seiner These, wie sein hohes Alter ein Beweis dafür wäre. Über dieses Thema streitet die Wissenschaft bis heute. Wir Menschen gehören dummerweise zu den wenigen Lebewesen auf der Erde, die Vitamin C nicht selbst herstellen können. Irgendwann in der Evolution ist diese Fähigkeit verloren gegangen. Immerhin befinden wir uns da in bester Gesellschaft mit Meerschweinchen und Affen. Andererseits war es lange Zeit auch völlig überflüssig, Vitamin C selbst herzustellen, war es doch in den Nahrungspflanzen reichlich vorhanden. Dass es den Menschen einfiele, auf Holzschiffen monatelange Seereisen zu unternehmen, und keine frischen Nahrungsmittel mitzunehmen, war von der Evolution jedenfalls nicht vorgesehen. In einer Reihe mit dem Vitamin E und dem Beta-Karotin, gehört das Vitamin C zu der Gruppe der antioxidativen Vitamine.
Sie sind Radikalenfänger. So bezeichnet man Stoffe, die besonders aggressive Substanzen im Köper abfangen, und neutralisieren können. Das Vitamin C fängt damit schon im Magen an. In allen gepökelten Lebensmitteln, zum Beispiel in vielen Wurst- und Schinkensorten, ist Nitritpökelsalz enthalten, aus dem sich äußerst giftige und krebserregende Stoffe bilden können. Das Vitamin C fängt diese Substanzen bereits im Magen ab. Aber auch Gemüse ist da nicht ganz unschuldig, insbesondere wenn es überdüngt oder im Treibhaus aufgezogen worden ist. Die Haut braucht Kollagen um straff zu bleiben und natürlich schön auszusehen. Vitamin C hilft dabei, das Kollagen netzwerkartig zu verketten, und damit elastisch zu machen. Ohne Vitamin C wird die Haut schlaff.