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Virenschutz (Virenscanner & Firewall) für den Computer

Autor: plopper | Erstellt am: 03.02.2010 | Gelesen: 2311
Kategorie: IT - Hardware & Software | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Wie sie Ihren Computer am effektivsten vor Viren schützen können

Virenscanner & Firewall für den PC
Virenscanner & Firewall für den PC
Während Virenprogrammierer früher nahezu ausschließlich rein destruktive Absichten verfolgten, also Daten vernichten oder Rechner unbrauchbar machen wollten, geht heute die größte Gefahr von so genannter Crimeware aus. Diese Art von Schadsoftware nistet sich unbemerkt auf Computern ein, um dem Verbreiter des Programms auf diese Weise Zugang zu sensiblen Daten zu verschaffen. Dabei werden unterschiedliche Strategien verfolgt.

Sehr verbreitet ist das so genannte „Pishing". Darunter wird das unbemerkte Umleiten von Internetverbindungen auf Webseiten der Betrüger verstanden. Das Opfer eines Pishing Angriffs wähnt sich beispielsweise auf der Login Seite seiner Bank und befindet sich in Wahrheit auf einer gefälschten Seite, auf der seine Anmeldeinformationen gestohlen werden sollen. Eine zweite Crimeware Variante sind Backdoor Programme, die unbemerkt einen Zugang zum Rechner über das Internet öffnen und damit das Auslesen von Informationen gestatten. Ebenfalls weit verbreitet sind Programme, die entweder Tastatureingaben protokollieren oder heimlich Screenshots anfertigen, um diese Informationen anschließend an die Internetbetrüger zu senden. Wirksame Schutzmaßnahmen gegen Crimeware sind eine Firewall und ein Virenscanner zum Virenschutz.

Die Firewall

FirewallIm privaten Bereich kommen hauptsächlich Personal Firewalls zum Einsatz. Darunter werden Firewalls verstanden, die auf dem zu schützenden Rechner selbst installiert sind. Eine Alternative bilden Netzwerk Firewalls, die auf eigens zu diesem Zweck betriebenen Rechnern installiert werden und den Zugang zu einem gesamten Netz sichern. Zu diesen gehören auch die in einigen DSL Routern integrierten Firewalls.

Der Zweck einer Firewall besteht darin, den Internetverkehr auf wenige ausdrücklich erlaubte Verbindungsarten zu beschränken. Beschrieben werden diese Verbindungen durch die so genannte Portadresse. Dabei handelt es sich um eine Zahl, die beim Verbindungsaufbau zusammen mit der IP-Adresse des Rechners übermittelt wird. So wird beispielsweise die Verbindung zu einem POP3 Mailserver über den Port 110 hergestellt.

Nicht jeder Anwender wird derartige Dinge wissen, womit die Konfiguration der Personal Firewall zu einem wirklichen Sicherheitsproblem wird. Um es dem Anwender dennoch zu ermöglichen, zumindest grundlegende Konfigurationen vornehmen zu können, nutzen Personal Firewalls den Vorteil, auf dem Rechner selbst installiert zu sein: Im Gegensatz zu Netzwerk Firewalls weiß eine Personal Firewall, welches Programm eine Verbindung zum Internet aufbauen möchte. Daher muss sich der Anwender nicht zwingend mit Portadressen beschäftigen sondern kann direkt vorgeben, welche Programme mit dem Internet kommunizieren dürfen.

Allerdings stehen diesem Vorteil einige gravierende Nachteile gegenüber, die eine auf dem Rechner selbst installierte Firewall aufweist. Beispielsweise kann die Firewall selbst Opfer eines Angriffs aus dem Internet werden, da ein Virus die Einstellungen manipulieren kann. Viren besitzen auf einem Rechner dieselben Userrechte wir der Anwender, der sie unwissentlich aufruft. Alle Einstellungen, die der User ändern kann, kann also auch ein Virus ändern. Ein zweiter Angriff auf Personal Firewalls kann mittels eines sehr einfachen Scripts erfolgen, dass alle Popup Fenster der Firewall so schnell mit „OK" quittiert, dass der Anwender diese Popups nicht mehr zu sehen bekommt. Damit wird jede Frage, ob eine bestimmte Internetverbindung gestattet werden soll, automatisch mit „Ja" beantwortet, was die Firewall de facto wertlos macht. Als drittes Beispiel für eine mögliche Angriffsstrategie auf eine Personal Firewall sei der Austausch von Programmen erwähnt. Dabei wird ein für den Netzwerkverkehr freigegebenes Programm gelöscht und durch einen entsprechend umbenannten Virus ersetzt. Einige Firewalls erkennen diesen einfachen Trick, aber nicht alle.

Fazit: Eine Personal Firewall stellt einen potenziellen Angreifer vor zusätzliche Probleme und verbessert daher die Sicherheit des Rechners. Ihr Einsatz ist daher dringend zu empfehlen. Im Vergleich zu einer professionell betriebenen Netzwerk Firewall ist die Schutzwirkung jedoch erheblich schwächer und darf keineswegs zu einem sorglosen Verhalten verleiten.

Der Virenscanner

VirenscannerEin aktueller Virenscanner ist absolut unverzichtbar. Heute kann davon ausgegangen werden, dass der Rechner bei jeder Verbindung zum Internet angegriffen wird. Nicht umsonst werden Betriebssysteme mit einem vorinstallierten Virenscanner ausgeliefert. Mit dem noch ungeschützten Rechner online zu gehen um einen Virenscanner aus dem Internet zu laden, ist nicht mehr möglich, da der Rechner schon während dieses Downloads von Malware befallen wird.

Die wichtigste Funktion eines Virenscanners beherrschen alle angebotenen Produkte tadellos: Das Erkennen bereits bekannter Viren. Sämtliche bekannte Viren sind in der so genannten Virendefinitionsdatei enthalten und werden daher sicher erkannt. Da alle Hersteller mittlerweile ein automatisches Update dieser Datei in ihr Produkt integriert haben, braucht der Anwender hier nicht mehr zu tun, als einen Virenscanner zu installieren und dieses automatische Update zu aktivieren. Unterschiede zwischen den angebotenen Produkten zeigen sich bei der Erkennung bislang unbekannter Viren. Dies geschieht mit einem heuristischen Virenscan, bei dem Programme daraufhin geprüft werden, ob sie verdächtige Aktionen wie z.B. das Löschen von Dateien ausführen. Die Trefferquote sowie die Anzahl der ausgelösten Fehlalarme sind sehr unterschiedlich. Da alle angebotenen Virenscanner permanent weiterentwickelt werden, sollte der Anwender vor einer Kaufentscheidung aktuelle Testergebnisse zu Rate ziehen, die sich im Internet in großer Zahl finden lassen. Expertenmeinungen über heuristische Scans fallen sehr unterschiedlich aus, nicht selten wird die Auffassung vertreten, diese Funktion sollte am besten deaktiviert werden. Zutreffend ist in jedem Fall das zentrale Argument der Kritiker, dass ein heuristischer Scan keine wirklich verlässlichen Informationen liefert. Bei einer als verdächtig gemeldeten Datei muss es sich keineswegs tatsächlich um einen Virus handeln. Umgekehrt kann eine nicht beanstandete Datei dennoch einen Virus enthalten.

Ein Virenscanner prüft jede Datei in dem Moment, wenn sie von der Festplatte gelesen wird. Dieser Echtzeitscan bedingt zwingend eine gewisse Verlangsamung des Rechners, die allerdings in Kauf genommen werden muss. Die kostenpflichtigen Vollversionen einiger Virenscanner prüfen z.B. E-Mails bereits, bevor sie auf die Festplatte geschrieben werden. Die angebotenen Gratisversionen für private Anwender beinhalten diese Funktion in der Regel nicht.

Fazit: Ein Virenscanner ist nicht nur dringend zu empfehlen sondern wirklich unverzichtbar. Angesichts täglich neu auftauchender Viren ist eine ständige Aktualisierung erforderlich.
 
 
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