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Vincent van Gogh - das Leben und Leiden eines verkannten Genies

Autor: DominikSchmidt | Erstellt am: 20.05.2014 | Gelesen: 1706
Kategorie: Menschen & Biographien | Bewertung: rateArateArateBrateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Als armer Irrer von seinem sozialen Umfeld verspottet, hat erst die Geschichte gezeigt, welches Talent in Vincent van Gogh steckte.

Vincent van Gogh
Vincent van Gogh

Vincent van Gogh - eine Künstlerseele, die nachhaltig die Welt verändert hat: Kaum jemand, der nicht schon mal ein Gemälde von Van Gogh gesehen hätte, und für viele Künstler ist er auch heutzutage noch eine Quelle der Inspiration, aus der immer neue Werke hervorgehen. Nicht nur, dass er maßgeblich Einfluss genommen hat auf die großen Expressionisten wie beispielsweise Pablo Picasso, Henri Matisse, Edvard Munch oder Egon Schiele, auch viele moderne Künstler wie etwa der Portraitmaler Dominik Schmidt, seines Zeichens primär Fotorealist für Zeichnungen in Kohle und Pastell, wären ohne die Präsenz von Vincent van Gogh nicht dort, wo sie jetzt sind.

Vincent van Gogh – was hätte sein können aber niemals war

Vincent van Gogh, ein Künstler, ein Maler, eine einsame Seele, getrieben seiner Sehnsüchte – und am Ende verloren in seiner Persönlichkeit. Seine Schaffensperiode umfasste nur zehn Jahre, dennoch brachte er es fertig, in dieser kurzen Zeit mehr als 840 Gemälde zu malen und ca. 1.000 Zeichnungen zu hinterlassen. Seine Impulsivität, seine schiere kreative Gewalt, die ihn dazu veranlasste, mit Pinsel und Öl auf die Leinwand einzuhämmern, ist beeindruckend und lässt erahnen, welcher Drang in ihm steckte. Jedoch, trotz aller Schönheit, Lebendigkeit und ergreifender Emotionalität war es Vincent van Gogh Zeit seines Lebens nicht vergönnt, Anerkennung zu finden bei Kritikern, Kunstkennern und Käufern, und noch viel schwerer als das wiegt, dass in ihm schon von Geburt an eine brodelnde und schmerzhafte innere Einsamkeit ihr Unwesen trieb, die nicht gestillt werden konnte – und weswegen er zum Schluss den Selbstmord als einzige Lösung betrachtete. Ein verkanntes Genie, das nur 37 Jahre alt wurde und zu seinen Lebzeiten gerade einmal den Verkauf eines Gemäldes vorweisen konnte; erst nach seinem Ableben begann man, ihm jene Anerkennung zu schenken, die er im Leben hätte gebrauchen können. Die Frage, was hätte sein können, wenn er nicht in den Tod gegangen wäre, sondern wenn ihm noch einige Jahre geblieben wären, welche Kunst, Kunstwerke, welche Umbrüche und welche Schönheiten er noch hätte kreieren können - viele Menschen suchten nach einer Antwort auf diese Frage, ohne dass es doch gelingen könnte, sie zu finden, und letztlich, das, was die Kunst von Vincent van Gogh erst möglich gemacht hat, ist das, was ihm am Ende zum Verhängnis wurde – und so konnte Vincent van Gogh nur die einmalige Schönheit in seinen Bildern schaffen, eben weil in ihm eine tragische, zerrissene Sehnsucht herrschte, die ihn in letzter Instanz aufzehrte.

Vincent van Gogh – und das abgeschnittene Ohr

Der wohl größte Mythos über Vincent von Gogh dreht sich um sein Ohr, welches er sich im Wahn abgetrennt haben soll – ein Mythos, der leider wahr ist und der zum Ausdruck bringt, welche impulsive Qual in ihm herrschte, die ihn nicht nur dazu brachte, sämtliche Kontrolle während des Malens zu verlieren, sondern sie riss ihm auch im Alltag allzu häufig den Boden unter den Füßen weg. Es war zu Weihnachten im Jahr 1888, als Rachel, Van Goghs Lieblingsprostituierte, am späten Abend in einem Bordell in Frankreich einem betrunkenen, blutverschmierten Vincent die Tür öffnete und von ihm einen Klumpen in die Hand gedrückt bekam, den sie gut aufzubewahren hätte, da er wichtig sei – als sie erkannte, was er ihr gegeben hatte, fiel sie in Ohnmacht, und selbst Tage nach dem Vorfall soll sie noch wie paralysiert gewesen sein. Historiker des renommierten Van Gogh Museums im holländischen Amsterdam vermuten, Vincent hätte Stunden zuvor im Suff, getrieben von Stimmen und Wahnvorstellungen, zuerst versucht, seinen Freund und damaligen Mitbewohner Gauguin mit einem Rasiermesser zu verletzen, und ihm Anschluss, als ihm das nicht gelang, schnitt er sich das Ohr ab – aus Gründen, die nicht einmal er selber am Tag darauf noch wusste, da seine gesamten Erinnerungen verloren waren. Auch wenn es noch andere Theorien zu diesem Vorfall gibt, wird diese von den meisten Experten als am wahrscheinlichsten erachtet, zumal sie gut zu der Persönlichkeit von Vincent van Gogh passt. Kurze Zeit nach dem Vorfall mit dem abgeschnittenen Ohr entschied sich Vincent, in eine Psychiatrie nahe der Saint-Rémy-de-Provence zu gehen. Was damals niemand zu ahnen wagte: Er hatte nur noch gute eineinhalb Jahre zu leben. Eine Zeit, in der er seine größten, wunderschönsten und bekanntesten Werke malen sollte, welche die Welt für immer veränderten.

Dominik Schmidt
 
 
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