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Die Villa wird von Gräfin Poulle de Montrevel verheiratet mit Gustav Alpert erbaut und mit Statuen dekoriert. 1874 steht die Villa de Montrevel extra muros im Stadtkreis Aachen vor dem Marschiertor auf der Eupener Landstraße vor Elisenruh. Ab 1904 besitzt Carl Lehmann die Villa Flora. Das Privatanwesen ist nach der Statue der Göttin „Flora" umbenannt und zu einem mit Fahnen geschmücktem Gartenlokal umfunktioniert.
Der Luftkurort liegt an der Kleinbahnhaltestelle Eupenerstrasse 11 der Linie F. 1905 erwirbt Dr. med. Ferdinand Joseph Laaf, der Schwiegersohn von Henry Lambertz die Villa als Sommerhaus. Die Figur der Flora steht auf dem Balkon. Sie wird von Familie Laaf in den Park platziert. Zudem entdecken sie beim Aufräumen eine kleine Teufelsfigur. Einer Sage nach soll die Gräfin nach ihrem Bankrott in dem Park einen Schatz vergraben haben. Familie Laaf gestaltet die Villa nach ihrem Geschmack um. Den Terrasseneingang schmückt sie mit einem bogenförmigen Rankgitter. Zu dem Anwesen, das die Familie von Mai bis Oktober bewohnt, gehört ein großer Park und ein Schwanenteich. Durch den Weiher fließt der Kupferbach. In der Nähe der Flora befindet sich Braun's Wäldchen. Dieses Gebiet trägt seinen Namen nach dem Waldgebiet von Justizrat Braun. Auf diesem Areal befindet sich das heutige Waldstadion.
In den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts wird die Villa in ein Mehrfamilienwohnhaus auf der Eupener Straße Nr. 249 umgestaltet. In dem Park wurden eine ganze Reihe von Häusern gebaut. 1942 ist die Villa unbewohnt. Sie wird von Familie Laaf um 1920 an den jüdischen Tuch-Fabrikanten Otto Ganz verkauft. In dem Nachbarhaus Eupener Straße 251 wird gegen Ende des Zweiten Weltkrieges der von den Alliierten eingesetzte Oberbürgermeister und Rechtsanwalt Franz Oppenhoff (* 1902) von einer SS-Gruppe am Mittwoch, den 25. März 1945 erschossen. Sie bitten Oppenhoff abends um ein Butterbrot. Als er sich abwendet, wird er hinterrücks ermordet. Die Aachener Oppenhoff-Allee trägt seinen Namen. Er ist der Enkel von Franz Theodor Oppenhoff, dem Präsidenten des Aachener Landgerichts, der als Staatsprokurator zusammen mit dem Maler Heinrich Franz Carl Billotte in der Sandkaulstraße 10 in Aachen wohnte.