Das Haus zu verschönern ist nicht die einzige Aufgabe von Fassadenfarben. Sie bieten darüber hinaus noch einen wesentlichen Wetter- und Wärmeschutz. Mit Hilfe der richtigen Fassadenbeschichtung wird dafür gesorgt, dass so wenig Feuchtigkeit wie möglich in das Mauerwerk eindringt und eventuell vorhandene Feuchtigkeit schnell wieder verdunstet. Der Wärmeverlust ist nämlich umso geringer, desto weniger Feuchtigkeit sich in das Mauerwerk einlagert. Ein Haus sollte nicht nur aus dem Grund mit Fassadenfarbe angestrichen werden, um eine Isolation zu erreichen. Denn dann besteht möglicherweise die Gefahr, dass schon vorhandene Feuchtigkeit in der Wand nicht mehr ausdünstet. Als Folge bildet sich dann an den Außenwänden Schimmel. Bei der Auswahl der Fassadenfarbe ist es daher sinnvoll, sich einen Rat eines Experten zu holen. An eine Fassadenfarbe werden noch weitere Ansprüche gestellt, dazu zählen eine hohe Wetterbeständigkeit, ein gute UV- und Lichtbeständigkeit, ein wirksamer Schutz vor sauren Umweltpartikeln, Kohlenstoffdioxid-Einfluss und Algen-bzw. Pilzbefall.
Die Qualität von Fassadenfarben ist in der DIN EN 1062 festgelegt. Darin wird die Durchlässigkeit für Wasser, Kohlenstoffdioxid und die Rissüberbrückung erläutert. Der Schutz der Farbe gegen das Eindringen von Wasser wird in der Wasserdurchlässigkeit erörtert. W1 steht dabei für eine hohe Wasserdurchlässigkeit und W3 für eine sehr geringe Wasserdurchlässigkeit. A1 bedeutet, dass die Wand eine geringe Rissübertragungskraft hat, A5 hingegen steht für sehr kräftig.
Silikatfarben als Fassadenanstrich
Sie lassen sich sehr gut auf mineralischen Untergründen wie zum Beispiel Ziegel, Putz (
Mörtelgruppe P1-P3 und Beton), Aluminium, Zink und Glas auftragen. Bei der Renovierung von denkmalgeschützten Gebäuden wird gerne zu Silikatfarben gegriffen, da sie ziemlich gut auf porösen Untergründen Halt finden. Ungeeignet sind diese Farben für Untergründe aus Gips und Beton. Unterschieden werden Silikatfarben in Einkomponent - Reinsilikatfarben und Zweikompenent Dispersionssilikatfarben. Vor Ort gemischt werden müssen Reinsilikatfarben und auch am gleichen Tag verbraucht werden. Etwa fünf Prozent Kunstharz werden bei Diespersionssilikatfarben dazu getan. Auf der einen Seite wird dadurch eine längere Lagerungsfähigkeit erreicht, auf der anderen Seite lassen die Hauswände weniger Wasserdampf passieren. Gegen säurehaltige Luftschadstoffe können Silikatfarben durch hohe Diffusionsfähigkeit und Beständigkeit überzeugen. Wetterfest sind sie eher weniger, da sie durch ihre Wasserdurchlässigkeit auffallen. Dispersionssilikatfarben besitzen in der Regel einen besseren Regenschutz und nehmen weniger Wasser auf.
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