Früher Sexshop, heute Erotikboutique - alleine schon die Bezeichnung macht es deutlich: Erotikläden, egal ob stationär oder online, wollen ihr Schmuddelimage loswerden, welches ihnen nach wir vor leider anhaftet.Erotikshops früher
Früher waren es Sexshops: oftmals in dunklen Seitengassen oder in Vorstädten angesiedelt, jeder kannte sie, aber natürlich hatte dort nie jemand eingekauft... Wenn man doch mit einer klassisch "unauffällig" roten oder schwarzen Tüte von einem Bekannten auf der Straße ertappt wurde, dann war diese Tüte von einem Freund, der Freundin, der Mutter ihrer Oma, denn keiner wollte gerne zugeben, dass er in "so einem Laden" einkauft. Wirklich schön waren die Läden nie: Von außen auffällig unauffällig, innen dunkel, es dominierten Schwarz- und Rot-Töne. Aus dem Hinterzimmer konnte man das Stöhnen der Videokabinen vernehmen - entspannt oder sinnlich shoppen? Fehlanzeige! Und das obwohl es sich doch um das (ent-)spannendste und sinnlichste Thema überhaupt handelt.
Erotikshops heute
Bis heute haben viele Leute immer noch dieses Bild vor Augen, aber bis auf wenige Ausnahmen sind diese Sexshops aus den Straßen verschwunden. Heute sind Erotikläden keine Sexshops mehr sondern "Fun Center" oder "Erotikboutiquen". Die Schaufenster sind hell, freundlich und laden zum Verweilen ein. Traut man sich doch in einen Erotikshop, ist man oftmals überrascht, wie schön und freundlich sie doch eingerichtet sind. Mittlerweile gibt es sogar reine Frauenshops - und was ich als Mann bisher gesehen habe, sind diese mit Abstand am Schönsten. Dennoch hat es der Erotikshop im Allgemeinen nicht leicht: Zwar wird die Bevölkerung immer freizügiger, Sextalk gehört im Fernseh-Mittagsprogramm zum Standard und dennoch haben immer noch viele Menschen das Schmuddelbild des Erotikshops im Kopf und wollen so einen Laden nicht betreten. Schade, denn diese Leute verpassen wirklich etwas. Zwar gibt es als Alternative das Internet, jedoch haben Online-Erotikshops einen entscheidenden Nachteil: man kann die Produkte (sei es Vibrator oder Dessous) nicht anfassen bzw. anprobieren.
Erotikshops im Internet
Online-Erotikshops gibt es wie Sand am Meer und auch dort gab es eine ähnliche Entwicklung wie bei stationären Läden: früher hässlich und schmuddelig, gibt es mittlerweile wirklich sehr schön Seiten, bei denen das Einkaufen Spaß macht. Als Beispiel möchte ich den Erotikshop
www.vitamin6.de nennen: Modernes Design, von Schmuddel keine Spur, hochwertige Produkte und Kundenmeinungen schaffen Vertrauen. Auch heute gibt es noch Erotikshops bei denen mich Brüste und andere Geschlechtsteile anlachen,- nein danke, denke ich mir während mein Mauszeiger auf das rote X in der rechten Ecke meines Browsers wandert. Aber auch diese Shops werden das früher oder später begreifen - genauso wie es im stationären Handel auch war.
Über den Autor
Aufgewachsen in einer "Erotikshop"-Familie, kam ich bereits als Kind in den Kontakt mit dem Erotikshop (meine Eltern probierten das natürlich zu verhindern - aber wie soll das gehen?:-) Der stationäre Laden ist nun seit über 30 Jahren in Familienbesitzt. Mittlerweile betreiben wir auch zwei Erotik-Onlineshops.
Pressekontakt:
Manuel Klöffel
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