
„Oh, was habt ihr einen schönen Garten!" – Lange Zeit war so ein Feedback des beeindruckten Besuchers wohl das Hauptziel für Gartenarchitekten und Hausbesitzer, wenn es an die Planung des Grundstückes ging. Heute ist der Blick aus dem Wohnzimmer auf einen perfekt gestylten Garten nur ein Kriterium von vielen. Denn Gartenarchitektur bedeutet nicht mehr nur, Gärten attraktiv zu gestalten, sondern vielmehr den gelungenen Brückenschlag zwischen Begriffen wie individuell, schön, natürlich und praxistauglich. Freizeitgestaltung in Form von Gartenarbeit oder Hausfrauenhobby, das ist vorbei! Gärten sind mittlerweile Wohnräume unter freiem Dach, die der Besitzer gleichsam als architektonische Ergänzung zum Haus wie als Refugium vom Alltag gestalten und vor allem auch nutzen will.
Eine wichtige Entscheidung stellt die Bauweise von Terrassen und Wegen dar. Immer mehr Verwendung findet dabei Naturstein sowohl als Natursteinplatte als auch als Bestandteil von modernen Terrassenplatten aus Beton. Die Vorteile von Granit sind vielfältig. Neben der großen Auswahl an Formen, Größen und Farben haben Wetter und der tägliche Gebrauch so gut wie keine Auswirkungen auf das Material. Als eines der häufigsten Gesteine der Welt ist zudem mit Engpässen oder eklatanten Preissteigerungen kaum zu rechnen. Besonderes Augenmerk sollte der Verleger von Platten und Gestaltungspflastern auf die Art der Verwendung (z.B. Einfahrt oder Terrasse) legen. Unterschiedliche Materialien, die Art des Untergrunds und gegebenenfalls Einfassungen bedürfen viel Fachkenntnis. Vor allem, wenn es um die Verlegung von Gartenplatten nach dem Prinzip Eigenbau geht, ist eine fundierte Beratung durch den Verkäufer im Bauzentrum unerlässlich. „Der Gartenbauer sollte am besten moderne Gartenplatten verwenden, die rutschsicher sind und durch Versiegelung vor Verschmutzung schützen", sagt Dieter Hermans, Fachverkäufer im Kölner Bauzentrum Mobau Linden. Auf dem Markt seien verschiedene Anbieter mit hochwertigen Produkten wie „Redstone", „Kann" oder „Metten".
Die professionelle Beratung vorausgesetzt – würde „der Kunde auch die passende Platte für seinen individuellen Bedarf finden", so Hermans. Granit ist ästhetisch und wirkt äußerst natürlich. Hierfür sorgt die unregelmäßige Optik des Naturmaterials, das im Außenbereich in der Regel mit rauer Oberfläche verwendet wird. Sinnvoll und fachmännisch in den Garten integriert, wirken Granitplatten und Granitpflaster beruhigend auf den Betrachter und unterstützen maßgeblich eine Wohlfühlatmosphäre, die den Garten zu einer Verlängerung des Wohnzimmers unter freiem Himmel macht. Anders als das gepflegte Wohnzimmer ist die Gartenplatte im Außenbereich nicht vor Verschmutzung durch Umwelteinflüsse geschützt.
Neben der bereits erwähnten Möglichkeit, versiegelte Platten zu verwenden, sollten Materialien aus Naturstein und Beton mit speziellen Reinigungsmitteln behandelt werden. Auch hier gilt wie beim Kauf: ohne die entsprechende Beratung über das passende Mittel und die richtige Anwendung geht nichts. Denn die Verwendung des falschen Mittels führt nicht nur zu geringem Erfolg, der Belag kann auch stark beschädigt werden. Deshalb der Rat von Dieter Hermans: „Zuerst sollte abgeklärt werden, welche Beschaffenheit der Stein hat und welche Verschmutzung vorliegt." Im Zweifel sei es preiswerter, in einen Fachmann zu investieren oder einen Vor-Ort-Termin mit dem Fachverkäufer eines Bauzentrums zu vereinbaren, „als im Selbstversuch den Belag kaputt zu reinigen". All dem kann man auch vorbeugen: Neue Anschmutzungen können durch den Einsatz professioneller Reinigungsmittel verhindert werden, die vorbeugende Wirkung erzielen. Dann trennen Wohnzimmer drinnen und Wohnzimmer draußen nur noch die Terrassentür.