Schonend und zuverlässig verhüten
Seit den 60er Jahren galt die Antibabypille als das am häufigsten verschriebene und angewandte Verhütungsmittel innerhalb der Industrienationen. Durch sie wurden bis zum heutigen Tage unzählige ungewollte Schwangerschaften erfolgreich verhindert und darüber hinaus hat die Erfindung der „Pille" nicht ganz unwesentlich zur Emanzipation und zum sexuellen Befreiungsschlag der Frauen der 60er und 70er Jahre beigetragen. Ihre Anwendung ist relativ einfach und ihre Sicherheit scheint beinahe unschlagbar.
Das Gesundheitsbewusstsein im 21. Jahrhundert
Seit den 60er Jahren ist nun schon einige Zeit ins Land gegangen und diese hat weder vor der Weiterentwicklung von Verhütungsmethoden, noch vor den (weiblichen) Ansprüchen an diese Halt gemacht.
Das Gesundheits- und Körperbewusstsein des 21. Jahrhunderts steht ganz im Zeichen von „Slow-Food statt Fast-Food". Inhaltsstoffe, sowohl in der täglichen Nahrung als auch in verabreichten Medikamenten, werden mit, durch die wissenschaftliche Aufklärung geschulte Augen, genauestens beäugt und nicht selten kritisch hinterfragt.
Das 21.Jahrhundert fordert nun nicht nur Bio- statt Gen-Food, sondern auch das Bewusstsein in Sachen Empfängnisverhütung hat sich langsam aber sicher wegbewegt von hormonstarken Methoden. Der Trend bewegt sich mehr und mehr in Richtung möglichst körperbewusster Methoden zur Familienplanung.
Wenn man also der allgemeinen (Gesundheits-) Bewusstseinsentwicklung Glauben schenken darf, dann legt die moderne Frau mehr und mehr Wert auf eine Verhütungsmethode, die bei niedrigster Hormondosierung maximale Zuverlässigkeit garantiert.
Natürlich möchte sie dabei in Sachen Sicherheit und Anwendungskomfort keine Kompromisse eingehen – und dank der Erfindung von fortschrittlichen Verhütungsmethoden, wie dem NuvaRing oder dem Evra Pflaster, muss sie das auch nicht.
Verhütung ohne „orale" Umwege
Sowohl der NuvaRing, als auch das Evra Pflaster zeichnen sich durch ihreschonende und gleichzeitig zuverlässige Wirkung aus.
Beide wirken ohne Umwege:
Der NuvaRing, der flexible Weichkunststoffring, wird wie ein Tampon eingeführt und nach 21 Tagen wieder entfernt. Er zeichnet sich auch dadurch aus, dass er – nur einmal im Monat angewandt – zuverlässigsten Empfängnisschutz bietet.
Die vierte Woche, die Woche in der die Periode einsetzt, bleibt „ring-frei". In Deutschland wird der NuvaRing, seit seiner Markteinführung im Jahre 2002, immer beliebter.
Das Evra Pflaster ist ähnlich wie der NuvaRing, schonend in seiner Anwendung, sprich es zeichnet sich durch eine auffallend niedrige Hormonabgabe aus und auch das bei maximaler Zuverlässigkeit.
Da auch hier die Verhütung ohne „oralen Umweg" erfolgt, kann sich das Evra Pflaster auf seine niedrige Hormonabgabe verlassen.Das Evra Pflaster transportiert die empfängnisverhütenden Hormone über die Haut auf direktem Weg ins Blut, ohne einen einnahmefehlerbedingten Wirkungsverlust zu riskieren.
Das Verhütungspflaster wird innerhalb der ersten 24 Stunden der Regelblutung angebracht und wird über drei Wochen lang alle sieben Tage erneuert. Auch hier bleibt die vierte Woche, die in der die Periode einsetzt, „pflaster-frei".
Warum sollten wir Frauen in Sachen Verhütung weiterhin Umwege in Kauf nehmen?
Der NuvaRing und das Evra Pflaster sind die zwei Spitzenreiter in Sachen hormonbewusster und fortschrittlicher Empfängnisverhütung für die moderne Frau – dank ihnen ist Zuverlässigkeit nicht weiter gleichzusetzten mit Hormonintensität; es ist es für die gesundheitsbewusste Frau des 21. Jahrhunderts durchaus möglich, hormonbewusst zu verhüten, ohne Ihre Verhütungsansprüche dabei herunterzuschrauben.
Der NuvaRing und das Evra Pflaster – der Vergleich
Beide, der NuvaRing und das Evra Pflaster dienen dem Schutz vor einer ungewollten Empfängnis und wirken auf hormoneller Basis, indem sie kontinuierlich Östrogen und Gestagen an den Körper abgeben.
Die Anwendung des NuvaRings erfolgt ein Mal im Monat; der Weichkunststoffring wird von der Frau selbst wie ein Tampon eingeführt und nach 21 Tagen wieder entnommen.
Die Anwendung des Evra Pflasters erfolgt wöchentlich; das Evra Pflaster sollte auf eine geschützte Hautstelle aufgeklebt werden und über 3 Wochen alle sieben Tage gewechselt werden.
Die vierte Woche des Zyklus bleibt ring-, oder pflaster-frei, die empfängnisverhütende Wirkung wird jedoch auch während dieser Anwendungspause aufrechterhalten.
Das Evra Pflaster ist besonders leberschonend, der NuvaRing hingegen sollte bei Lebererkrankungen nicht, bzw. nur in genauer Absprache mit dem behandelnden Arzt angewandt werden.
Beide Verhütungsmethoden zeichnen sich – wie bereits eingangs erwähnt – durch ihre unmittelbare Wirkung aus. Ein Versagen der Verhütungsmethode aufgrund eines Einnahmefehlers schließt sowohl der NuvaRing als auch das Evra Pflaster aus. Ebenfalls unterscheiden sich NuvaRing und Evra Pflaster nicht in ihren Wirkstoffen.
Der Hauptunterschied zwischen den beiden „Pillenerben" liegt in deren Anwendung. Es liegt ganz im individuellen Ermessen der Frau, welche der zwei Varianten am besten zu ihr passt.
Ganz im Sinne des Gesundheitsbewusstseins lohnt sich in jedem Falle, eine der beiden Verhütungsalternativen zur Pille auszutesten, nicht zuletzt um das eigene „Verhütungsverhalten" an das individuelle Körperbewusstsein anzupassen.
Elisabeth Kaufmann