Neurodermitis oder atopisches Ekzem bezeichnet eine Krankheit die zu juckendem Ausschlag und trockener Haut führt. Die Krankheit tritt bei Kindern am häufigsten auf und lässt mit zunehmendem Alter nach und spätestens in der Pubertät tritt bei den meisten Betroffenen eine große oder völlige Besserung ein. Doch während der Kindes- und Jugendzeit kann Neurodermitis zu großen Problemen führen.
Ein Problem ist die große psychische Belastung der betroffenen Kinder durch den starken Juckreiz. Schon im Baby- oder Kleinkindesalter können sehr große Hautregionen betroffen sein. Bei kleinen Kindern ist dies besonders quälend, da sie oft nicht verstehen können, was diese Schmerzen verursacht. Zudem ist es schwierig die richtige Medikation zu finden. Cortisoncremes sind zwar wirksam, um nur ein Beispiel zu nennen, aber hat massive Nebenwirkungen.
Wenn Kinder Schmerzen haben, zum Beispiel durch aufgekratzte Hautstellen an Ellbogen oder Knien, fangen sie an zu weinen und dies bringt natürlich Eltern dazu sich intensiv um das Kind zu kümmern. Das ist sicherlich nicht zu verurteilen, trotzdem ist es möglich, dass dies bei Kindern zu gewissen Verhaltensproblemen führt. Aufmerksamkeit der Eltern ist für ein Kind immens wichtig, allerdings kann sie auch „süchtig" machen. Wenn sich Aufmerksamkeit im Denken des Kindes immer nur der Mitteilung von Schmerz oder Unwohlsein verbindet, wird es schwierig Einfluss auf das Kind zu nehmen, ohne ein mitleidiges Trösten. Das Kind erfährt nicht, dass es auch durch eigene, positive Betätigung Aufmerksamkeit erfährt. Möglicherweise kann also eine Schwierigkeit in der Erziehung entstehen.
Ein zweites Problem, welches vor allem in Kindergarten und Schule wichtiger werden kann, ist die Sichtbarkeit von atopischen Ekzemen. Da sich das Kind, vor allem bei einer sehr stark ausgeprägten Neurodermitis, von anderen Kindern deutlich unterscheiden kann, ist es möglich, dass andere Kinder Ekel entwickeln und das Kind ablehnen, weniger aus Bosheit, denn aus Unwissen. Dies kann deutliche Beeinträchtigungen beim Kind bewirken, wenn nicht von Seiten der Eltern und Erzieher schnell eingegriffen wird.
Da sich bestimmte Medikamente nicht eignen um Kinder zu behandeln, sollte bei
Neurodermitis Homöopathie einsetzen, oder sich zumindest beraten lassen, welche Möglichkeiten es abseits von Cortison noch gibt. Die alternativeren Methoden sind nicht immer durch klinische Studien erwiesen, allerdings gibt es viele Menschen, denen sie scheinbar schon geholfen haben. Man sollte sich gut informieren, welche Methoden zum Beispiel im Bekanntenkreis wirksam waren und erst danach entscheiden, was für das eigene Kind notwendig und sinnvoll ist.