Für viele Frankreichurlauber ist die Bretagne die schönste Region des Landes. Das einzigartige Klima und die liebliche Landschaft machen die Bretagne besonders für naturverbundene Besucher, die das Land zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden möchten, zum beliebten Reiseziel. Faszinierend sind auch die zwei Gesichter dieser Gegend, deren Küste vom stetig anbrausenden Meer geprägt wird, während das Landesinnere mit seinem von Hecken und Wiesen dominierten Binnenland ein friedliches und romantisches Bild bietet. Verschlafene Dörfer, einsam gelegene Kapellen und elegante Kathedralen mit Spitzgiebeln und hohen Kirchtürmen lassen einen
Urlaub in der Bretagne zum Natur- und Kunsterlebnis zugleich werden. So zeigt sich der Westen der Bretagne von seiner wilden und von den Elementen geprägten Seite, was durch die zerklüfteten Felsküsten auf besonders beeindruckende Weise zum Ausdruck kommt. Nicht umsonst wird dieses Département auch Finistère genannt, das Ende der Welt.
Die insgesamt 2.500 Kilometer lange bretonische Küste präsentiert sich durchweg unterschiedlich und abwechslungsreich. Allein die vielversprechenden Namen der einzelnen Abschnitte der Kanalküste im Norden lassen auf die jeweilige Beschaffenheit der schroffen Felsformationen schließen: Die Côte d'Émeraud, die Smaragdküste, Côte de Granit Rose, die Rosafarbene Granitküste oder Côte des Légendes, die Küste der Legenden machen neugierig, ob sie auch halten, was ihre Namen versprechen. Während sich die Küsten im Norden und Westen noch felsig und bizarr geben, werden die Strandabschnitte im Süden der Bretagne immer flacher und sandiger. So locken endlos lange Sandstrände zu unbeschwertem Badevergnügen und bieten mit ihren bunten gestreiften Strandzelten einen ebenso malerischen wie pittoresken Anblick. In den Fischerdörfern kann man fangfrische Austern schlürfen und somit den erlebnisreichen Tag auch kulinarisch angenehm abrunden.
Andreas Mettler