© Robert Recker
UraufführungMaledivaPyjamaParty!
Im Bett mit Malediva
Show
28. September bis 16. Oktober 2011,
Mo – Sa 20.00 Uhr, So 19.00 Uhr
Sie haben die Boulevardkomödie wiederbelebt und mit furiosen Songs und intelligenten Texten ausgestattet. Nun gehen die Großmeister des gehobenen Ehekrachs in die nächste Runde: in „PyjamaParty!" stellen Malediva ihr komplettes Schlafzimmer auf die Bühne. Doch wer das Duo kennt, weiß, dass an Schlaf nicht zu denken ist.
Die „leckersten Giftnudeln seit Erfindung des Kabaretts"(Neue Zürcher Zeitung) schütteln Sprüche aus dem Ärmel, die man sich am liebsten ins Kissen sticken würde. Ihr scheinbar müheloser Gesang ist mitreißend und ausdrucksstark, ihre Komik verbirgt im Kern eine hochintelligente Melancholie. Es gibt nicht viele Künstler, die das können, was Lo Malinke und Tetta Müller können: sich in großartiger Selbstironie jede Blöße zu geben, und damit das Publikum zum Verbündeten zu machen. Dabei sorgt Florian Ludewig wie gewohnt für fabelhafte musikalische Begleitung.
Weitere Infos unter www.malediva.de
Karten-Telefon 030-390 665 50 oder
karten@tipi-am-kanzleramt.de
Karten inkl. aller Gebühren: VVK € 14,50 - 29,50 – Abendkasse € 12,30 - 25,10 Studentenkarten an der Abendkasse: € 12,50
Liedtext
Liedtext folgt
Biografie
Florian Ludewig ist das Küken der Gruppe. Geboren 1975 (Löwe) in der Nähe Aachens, wo seine Eltern heute noch leben, in einem Bungalow, hoch über Herchen, geht zunächst nach Köln, um ein Studium der Sozialwissenschaften und etwas später auch eine Ausbildung zur Kinderkrankenschwester abzubrechen. Er spielt virtuos Klavier, weigert sich aber, Noten zu lesen. Er wohnt in einem von Künstlern bevölkerten Haus mitten in einer der schönsten Ecken Schönebergs und schreibt alle Lieder für Malediva.
Tetta Müller wurde 1970 in Kassel geboren (Löwe), musste jedoch bald darauf mit den Eltern aufs Land ziehen, was er ihnen schon damals sehr übel nahm. Tetta studierte in Köln Germanistik, Spanisch und Philosophie und zog schließlich nach Madrid. Nach seiner Rückkehr entschied sich Tetta doch dafür, Kleinkunst machen zu wollen. Mit den Erlösen finanziert er eine manische Reisetätigkeit, die ihn bislang schon nach Asien, Afrika und ganz Südeuropa führte, jedoch nie nach Skandinavien! Tetta ist die Schönheit der Gruppe.
Lo Malinke kam ebenfalls 1970 (Schütze) in einem kleinen Dorf in Nordhessen zur Welt. Er hatte keine Wahl. Er studierte in Köln Anglistik, Germanistik und Theaterwissenschaften und arbeitete nebenbei als Altenpfleger, Platzanweiser, Telefonverkäufer, Lagerist, Kellner, Barmann und Bistrokoch. Da man mit Kleinkunst wesentlich mehr verdient und auch nicht mehr so stark nach Bratfett riecht, macht er nun das.
Malinke und Müller haben im Januar 2001 nach zwölfjähriger Verlobungszeit geheiratet und leben in einer schnieken Altbauwohnung hoch über Berlin, Prenzlauer Berg.
2006 gewinnt Malediva den Deutschen Kleinkunstpreis in der Sparte Kleinkunst. Am 31.01.2008 feiert das sechste Programm Ungeschminkt umjubelte Premiere. Und am Horizont tauchte bereits der nächste Silberstreif auf: „Die fetten Jahre" wurden am 18. September 2009 ebenfalls im TIPI am Kanzleramt eingeläutet und zudem vom 12. – 24. Oktober 2010 aufgeführt.
Auszeichnungen
2000 Kritiker-Preis der Berliner Zeitung
2001 St. Ingberter Pfanne
2004 Tuttlinger Krähe
2004 Memminger Kabarettpreis
2006 Deutscher Kleinkunstpreis (Sparte: Kleinkunst)
2010 Publikumspreis – Die Marlene des Köstritzer Spiegelzeltes
2011 Knurrhahn Stadt Wilhelmshaven
Die bisherigen Programme und entsprechenden CD-Veröffentlichungen bei Roof-Musik:
grosse kundsd (1999) | schaulaufen (2001) | Malediva leuchtet (2002) | Heimatmelodie (2004) |Ab heute verliebt (2006) | Ungeschminkt (2008) | Die Fetten Jahre (2009)
Pressestimmen
„Ein Ping Pong an funkelnden Dialogen, musikalisch kongenial ergänzt durch eine Mischung aus hinreißenden Songs und Balladen. In unverwechselbarer Malediva-Art trifft dabei satirische Übertreibung auf Melancholie, Ironie auf Poesie. So übersprudelnd spaßig und herzbewegend traurig zugleich erzählt sonst niemand über die Liebe und ihre Bedingungen im Alltagsleben."
Sandra Nuy, Kölnische Rundschau 18.01.2010
„Malediva: Ehehöllenspaß. Schöne neue Häuslichkeit: Malediva im Tipi - Das Konzept ist nicht neu, funktioniert aber immer wieder – und ist inzwischen fast ein eigenes Genre.
Vielleicht sollte man doch nicht heiraten. Tetta Müller und Lo Malinke von Malediva haben es getan, 2001 im richtigen Leben und später auch in einer ihrer Bühnenshows – und was hat es ihnen gebracht? Jetzt sind sie sich erst recht ausgeliefert, und die Frotzeleien nehmen noch zu. In ihrer neuesten, siebten Show ‚Die fetten Jahre' im Tipi am Kanzleramt sind die fetten Jahre nicht vorbei, sie beginnen erst. Schluss mit langen Disco- und Partynächten, jetzt wird die Beziehung gepflegt. Die Freunde werden nach Hause zum Essen eingeladen, damit sie das neue Designergeschirr bewundern können. Lo hat 18 Kaninchen in Schokoladensoße gekocht – zwei für jeden Gast. Doch die sagen ab, und so öffnet sich ein Zeitfenster für eine zweistündige Ehehölle, in denen die beiden sich in selbst verfassten, brillant-bösartigen Dialogen (‚Gott, hätt' ich jetzt gern Gäste da, dann könnt' ich mich wenigstens in netter Gesellschaft betrinken!') gegenseitig in Rage steigern.
Das Konzept ist nicht neu, funktioniert aber immer wieder – und ist inzwischen fast ein eigenes Genre (Regie: Wolfgang Kolneder). Mit charmanter Geistesgegenwart werden Pannen – die nicht gerade selten passieren – sofort in die Show integriert, etwa wenn Lo eine Zigarettenpackung auffangen soll: ‚Und ich sage noch, schreib' kein Programm, in dem ein Schwuler was fangen soll!' Pianist Florian Ludewig bleibt als Darsteller zwar blass, begleitet aber mit rhythmisch vielseitigen Liedern die zickigen Wortgefechte – die natürlich in Wahrheit auf einem tiefen Einverständnis basieren, wie nur wahre Liebe sie kennt. Obwohl Malediva jeden ernsthaften Moment sofort mit Sarkasmus sabotieren, ergründen sie auf anrührende Weise das Wesen von Partnerschaft und erzählen so indirekt von dem Glück, das es bedeutet, zusammen auch mal schweigen zu können."
Udo Badelt, Tagesspiegel 20.09.2009
Kabarettkritik. Premiere im Tipi-Zelt: Jubel um Malediva
„Das schwere Tischkristall funkelt zwar, was das Zeug hält, doch ansonsten ist die Stimmung kurz vor dem Eintreffen der Gäste auf dem Nullpunkt angelangt. Verbale Tiefschläge werden in Lichtgeschwindigkeit abgefeuert, Trennungsgelüste hängen in der Luft und die Sitzordnung sorgt auch noch für Unmut. Einst ein schwules Vorzeigepaar, zoffen sich Tetta Müller und Lo Malinke nur noch, räsonieren singend über ‚Fremde Leute in deiner Wohnung'. Jeder Vers ist eine Schuldzuweisung, jeder Ton eine Beleidigung. Ein perfektes Dinner sieht anders aus. Eine perfekte Beziehung auch. Mit ihrem Komponisten und Pianisten Florian Ludewig besser bekannt als preisgekröntes Trio Malediva, hüpften die zwei gerade noch frischverliebt und verheiratet in ihrer letzten Show ‚Ungeschminkt' auf dem Sofa herum. Nun tragen sie in ihrem siebten Programm ‚Die fetten Jahre' (Regie: Wolfgang Kolneder) ihre Ehe fast zu Grabe. Dass sie mit der Uraufführung das gerade um 37 Meter ‚verrückte' Tipi-Zelt feierlich wiedereröffnen – geschenkt. Sie konzentrieren sich vielmehr auf ihre Wortgefechte und besingen nebenher noch eine alte Weißheit: ‚Das Glück des schwulen Pärchens ist ein weit verbreitetes Märchen'. Ausgeheckt von Tetta Müller und Lo Malinke, ist der neue Coup der himmlischen Malediven eine fetzige Screwball-Komödie mit feinem bis derbem Dialogwitz, wunderschönen Songs und melancholischen Balladen. Jeder dürfte sich in dem fröhlichen Gezänk wiederfinden und die beiden Protagonisten hin- und wieder um ihre flotten Sprüche zur rechten Zeit beneiden. Tiefschürfendes Welterklären ist ihre Sache nicht, dafür federleichte Unterhaltung mit Ecken und Kanten. Am Ende des Abends wissen wir, das Lo nicht an Vegetarier glaubt und Tetta kein Kaninchen in zartbitterer Schokosoße mag. Aber auch, dass sich die beiden trotzdem immer wieder ineinander verlieben werden. Ein Happyend ohne Gefühsduselei. Mehr braucht es nicht, um glücklich zu sein!"
Ulrike Borowczyk , Berliner Morgenpost 20.09.2009