Jeder weiß, dass Aktenvernichter benötigt werden, um der wachsenden Gefahr durch Identitätsdiebstahl vorzubeugen, doch wer einmal in ein Fachgeschäft geht und sich die verschiedenen Modelle ansieht, wird überrascht sein von der Vielzahl der unterschiedlichen Ausführungen. Von handlichen Geräten für den Schreibtisch bis zu Profigeräten, die Karton, CDs und Kreditkarten schneiden können, gibt es für die unterschiedlichsten Bedürfnisse die richtige Lösung.
Schnittart: Grob gesagt gibt es nur zwei Arten von Aktenvernichtern: Streifenschnitt und Partikelschnitt. Diese Begriffe bezeichnen die Art und Weise, in der der Schredder die zu vernichtenden Dokumente zerschneidet. Das können entweder schmale Papierstreifen sein oder kleineres „Konfetti". Wer auf besonders hohe Sicherheit Wert legt, sollte immer zum
Aktenvernichter Partikelschnitt greifen, da die dadurch entstehenden Partikel nicht wieder zusammengesetzt werden können und so zu noch höherer Sicherheit führen.
Multimedia: Heutzutage werden Daten nicht mehr nur in Papierform gespeichert. Sie liegen oftmals auf einer Vielzahl unterschiedlicher Speichermedien vor, die ganz genauso wie gewöhnliche Unterlagen vor ihrer Entsorgung vernichtet werden müssen. Viele herkömmliche Geräte, wie die oft schon für unter 50 Euro im Discounter erhältlichen Billigschredder, sind dafür aber nicht ausgelegt. Ihre qualitativ nicht besonders hochwertigen Schneidwerke kapitulieren schon bei Karton. Ein professionelles Gerät sollte hingegen mühelos Pappe, Dokumentenhefter, Disketten, Kreditkarten und CDs vernichten können. Geschredderter Karton kann Ihnen außerdem als optimales Füll- und Polstermaterial für Pakete dienen. So sparen Sie nicht nur Geld für Polstermaterial, sondern tragen auch dazu bei, Ihr Abfallvolumen zu reduzieren.
Mikropartikelschnitt und Sicherheitsstufen: Wenn die Sicherheit der zu vernichtenden Daten besonders wichtig ist, liegt es auf der Hand, dass das Partikelschnittverfahren dem Streifenschnittverfahren vorzuziehen ist. Neben dem Schnittverfahren kann man sich als Nutzer außerdem an der Sicherheitsstufe orientieren. Fünf durch DIN-Normen festgelegte Stufen unterteilen die erhältlichen Geräte anhand von Schnittverfahren und Partikelgröße. Wer besonders hohe Sicherheitsanforderungen hat, beispielsweise Regierungsorganisationen, die streng geheime Informationen schützen müssen, sollte zum Mikropartikelschnitt greifen. Hierbei wird das Papier komplett zu feinem Staub oder zu einer Suspension zermahlen, sodass eine nachträgliche Rekonstruktion völlig unmöglich ist.
Aufstellungsort: Manche Aktenvernichter sollen an einem bestimmten Ort stehen, beispielsweise unter, neben oder auf dem Schreibtisch. Andere sollen an zentraler Stelle für das gesamte Büro zugänglich sein. Je nach dem gewünschten Aufstellungsort und der Anzahl der Benutzer gibt es handliche tragbare Geräte, die locker auf oder unter dem Schreibtisch Platz haben, oder aber große Geräte für ein gesamtes Großraumbüro, die auch bis zu 750 Blatt Papier auf einmal vernichten können.
Bastian Weber