Der anhaltende und zunehmende Fachkräftemangel ist bereits heute eines der ersten sichtbaren Symptome des kurz- und mittelfristig irreversiblen demografischen Wandels Deutschlands. Der hiesige Arbeitsmarkt ist dadurch einem fortwährenden Wandel unterworfen, dessen Herausforderungen sich die Unternehmen stellen müssen, denn Erfolg oder Misserfolg einer Unternehmung hängt in ganz entscheidendem Maße von deren Mitarbeitern ab.
Leistungskürzungen der gesetzlichen Rentenversicherungen und die drohende Versorgungslücke im Ruhestand lassen den aktuellen und künftigen Stellenwert einer attraktiven staatlich geförderten betrieblichen Altersvorsorge als Anreizinstrument zur Rekrutierung und Bindung von qualifizierten Arbeitnehmern daher stark ansteigen. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Neben der Steigerung der Zufriedenheit der aktuellen oder potentiellen Arbeitnehmer durch die ihnen durch diese zusätzliche Leistung entgegengebrachte Wertschätzung sind die Aufwendungen für die betriebliche Altersvorsorge sowohl für Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber im gesetzlichen Rahmen sozialabgaben- und steuerfrei und können so zur Einsparung von Lohnnebenkosten führen. Eine arbeitnehmerseitige Besteuerung wird auf die Zeit des Rentenbezugs hinausgezögert. Diese Steuerstundung entlastet den Arbeitnehmer auch insofern, als der spätere Steuersatz in der Regel ohnehin niedriger ausfällt.
Für die Durchführung bieten sich dabei mehrere Optionen (Direktversicherung, Pensionskasse, Unterstützungskasse, Direktzusage, Pensionsfonds), die jedoch aufgrund der oftmals langfristigen Erfahrung der Versicherer im Bereich der
betrieblichen Altersvorsorge und deren aktiver Unterstützung für den Arbeitgeber allesamt mit sehr niedrigem Verwaltungsaufwand einhergehen.
Autor: Stefan Göbel
JuMaFinanz UG (haftungsbeschränkt)