Jedes Unternehmen verfügt über ein eigenes
Geschäftssystem. Um herauszufinden, ob das Unternehmen wächst oder nicht, muss man auf die
Unternehmenskennzahlen zurückgreifen. Geschäftssysteme sind zwingend notwendig für jede Organisation, doch die Performance dieser Systeme muss ebenfalls gemessen und beurteilt werden. Spricht man von Unternehmenskennzahlen, versteht man meist darunter Tools, welche die Geschäftsleute dabei unterstützen, die Performance ihrer Organisation zum aktuellen Zeitpunkt zu messen. Mit Hilfe dieser kann ermittelt werden, ob es Problembereiche im Unternehmen gibt, welche verstärkte Aufmerksamkeit erfordern. Dadurch können Probleme bewältigt werden, bevor sie außer Kontrolle geraten.
Um die Bedeutung von Kennzahlen besser zu verstehen, ist es wichtig zu wissen, dass sie mathematische Verhältnisse zwischen diversen Elementen aus dem Finanzbericht eines Unternehmens beschreiben. Dazu muss man natürlich wissen, was für Informationen und Daten solche Finanzberichte beinhalten. Dies ist die Voraussetzung und hilft dabei, seinerseits richtige Entscheidungen zu treffen. Inzwischen gibt es verschiedene Arten und Gruppen von Kennzahlen, jedoch reicht es, sich auf drei wesentliche Arten von Kennzahlen zu beschränken, welche immer und in jeder
Analyse der Geschäftsperformance enthalten sind.
Zur ersten Gruppe gehören Liquiditätskennzahlen. Solche Kennzahlen messen die Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens sowie seine Fähigkeit, sowohl kurzfristige als auch langfristige Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Beispielsweise wird eine solche Kennzahl wie die Liquidität dritten Grades kalkuliert, indem die Summe aus kurzfristigen Forderungen, liquiden Mitteln und Vorräten durch die Summe kurzfristiger Verbindlichkeiten dividiert wird. Weist diesee Kennzahl einen hohen Wert aus, erscheint das Unternehmen in der Lage, seine kurzfristigen Finanzziele zu erreichen. Solche Unternehmen, die jedoch einen recht niedrigen Kennzahlenwert vorweisen, sollten nicht zwangsläufig vor der Insolvenz stehen, da man mit Hilfe von unterschiedlichen Methoden seine Finanzseite wieder stabilisieren kann.
Die Kennzahlen zur Kapitalstruktur beschreiben unter anderem den Anteil, zu welchem sich das Unternehmen durch Fremdkapital finanziert. Eine der wichtigsten Kennzahlen ist dabei die Eigenkapitalquote, welche durch das Verhältnis von Eigenkapital zum Gesamtkapital des Unternehmens ermittelt wird. Je höher das Ergebnis, desto höher wird die finanzielle Stabilität des Unternehmens sowie die Unabhängigkeit gegenüber Fremdkapitalgebern eingestuft. Die dritte Gruppe von Kennzahlen bilden die Vermögenskennzahlen, welche die Leistungsfähigkeit des Unternehmens bei der Auslastung von Vorräten messen. Zu dieser Gruppe gehört unter anderem die Umschlaghäufigkeit der Vorräte, welche sich aus der Division von Aufwendungen für Vorräte und dem durchschnittlichen Lagerbestand errechnen lässt. Dieser Wert gibt Auskunft über das Verhältnis zwischen Materialverbrauch und dem Lagerbestand. Ist der Wert niedrig, bedeutet dies, dass die Lagerhaltung und damit die Kapitalbindung zu hoch sind, was negativ zu bewerten ist.
Ein hohes Ergebnis kann dabei bedeuten, dass die Organisation entweder hohe Verkaufszahlen liefert, oder dass man über nicht ausreichend Vorräte verfügt und die Nachfrage nach dem Produkt nicht vollständig decken kann.
Diese Aspekte sollten regelmäßig vom Unternehmensmanagement bzw. dem Unternehmenseigentümer überwacht werden, sodass die Entwicklung und das Wachstum der Firma stets gefördert und unterstützt werden.
Sam Miller, BSCDesigner.de
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