Das Zinsmanagement wurde schon vor der Erfindung der Zinsderivate betrieben. Die Einschätzung der zukünftigen Zinsentwicklung fand ihren Niederschlag in Veranlagungs- und Finanzierungsentscheidungen bei der Wahl eines fixen oder eines variablen Zinssatzes.
Auch Termingeschäfte, Forward/Forward genannt, ermöglichen das Zinsänderungsrisiko durch den Aufbau eines bilanzwirksamen Gegengeschäftes zum bestehenden Kredit zu neutralisieren. Diese traditionellen Finanzierungsinstrumente haben jedoch den Nachteil, dass sie stets Kapitalströme bewegen und sich damit unmittelbar bilanzverlängernd auswirken.
Die modernen Instrumente des Zinsrisikomanagements sind Zinsderivate, die ein bilanzneutrales Zinsmanagement ermöglichen. Zinsentscheidungen können ohne direkte Auswirkungen auf die Liquiditätssphäre getroffen werden. Die Vorteile der neuen Instrumente des Zinsmanagements liegen also einerseits in ihrer bilanzneutralen Wirkung und andererseits in der Trennung von Liquiditäts- und Zinsrisiken. Damit ist eine separate Steuerung möglich.
Zinsrisiken können abgegrenzt und abgesichert werden, ohne Liquidität zu bewegen. Die modernen Instrumente des Zinsmanagements ermöglichen es dem Finanzmanager, den Unternehmenserfolg über zwei Zielrichtungen zu steuern:
- Sicherung der Erträge aus der Geschäftstätigkeit des Unternehmens durch Zinsmanagement der Passivseite der Bilanz und
- Optimierung des betrieblichen Finanzvermögens durch Zinsmanagement auf der Aktivseite.
Im Rahmen des Zinsmanagements kann sich das Unternehmen grundsätzlich zwischen Zinssicherung oder der bewussten Übernahme von Zinsrisiken entscheiden. Weitere Einzelheiten erhalten Sie unter
www.firstintertrade.com.